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Qualitätsjournalismus Fehlanzeige: Journalisten als Lobbyisten

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Buzzer Inwiefern schränken Journalisten ihre Freiheit in der Berichterstattung selbst ein? Im Falle des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Ukraine hat sich die Satire-Sendung "Die Anstalt" mit der Frage beschäftigt - und Abgründe des unabhängigen Journalismus deutlich gemacht.

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Journalisten lassen sich Meinung nicht von den Lesern vorschreiben – vielleicht aber von Organisationen? Wie Max Uthoff und Claus von Wagner in ihrer Sendung „Die Anstalt“ erklären, kann zumindest dieser Eindruck entstehen, schaut man sich die Aktivitäten mancher Journalisten oder Herausgeber an. Anhand des Beispiels des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine beschäftigen sich Uthoff und von Wagner mit der Berichterstattung und merken an, dass von militärischen Passagen kaum irgendwo in einem Medium die Rede ist. Das könnte daran liegen, dass sich einige führende Journalisten oder Herausgeber in Lobby-Verbänden engagieren.

Engagiert sind übrigens nicht nur Journalisten aus dem privatwirtschaftlichen Sektor. Wie Uthoff und von Wagner schon angedeutet, sind auch Köpfe der öffentlich-rechtlichen Sender in der Lobby. In der Mitgliederliste der Atlantik-Brücke, der u.a. Bild-Chef und -Herausgeber Kai Diekmann vorsitzt, tauchen neben „heute“-Anchor Claus Kleber auch Theo Koll, noch Politbarometer-Experte und bald Leiter des ZDF-Studios in Paris, und Grünen-Politiker Cem Özdemir auf, der den stv. Vorsitz des ZDF-Fernsehrates inne hat.

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