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Mega-Deal zwischen Funke und Springer: Vollzug am 1. Mai

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Nach knapp zehn Monaten geht der im vergangenen Juli angekündigte Mega-Deal zwischen Axel Springer und der Funke Mediengruppe über die Bühne. Der Verkauf von zwei Regionalzeitungen sowie eines Pakets von Frauenzeitschriften und Programmies wird zum 1. Mai vollzogen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen soll nachgeholt werden.

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Hintergrund: Für 920 Millionen Euro sollte ein ansehnliches Print-Portfolio seinen Besitzer wechseln. Auf Anraten des Bundeskartellamtes wurde ein Antrag, der den Verkauf aller Titel inklusive der geplanten Gründung von Gemeinschaftsunternehmen für Vermarktung und Print im Komplettpaket vorsah, aber wieder zurückgezogen und in vier Einzelanträge gesplittet.

Die Freigabe des Verkaufs von zwei Regionalzeitungen kam zuerst, danach die kartellrechtlich ebenfalls unbedenkliche Freigabe für den Verkauf von Frauenzeitschriften an Funke. Nur mit Auflagen wurde just der Verkauf von Programmzeitschriften genehmigt. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen wurden bis dato noch nicht wieder beim Kartellamt angemeldet, dies soll nun „kurzfristig“ geschehen.

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Ursprünglich hieß es, der Verkauf solle erst vollzogen werden, wenn Freigaben für alle vier Anträge vorlägen. Doch bis dahin wollen Springer und Funke nicht warten. Denn vor allem die Zeitungen und Frauentitel arbeiten derzeit in einem Übergangsstadium – sie gehören nicht mehr so recht zu Springer, aber auch noch nicht zu Funke. Damit ist jetzt Schluss.

Ob die Gemeinschaftsunternehmen vom Kartellamt genehmigt werden, ist zumindest unklar. Bis dahin wollen Springer und Funke bei Vertrieb und Vermarktung „im Rahmen von Dienstleistungsverträgen“ zusammenarbeiten.

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