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Sky-Fall: ein Börsenliebling fällt vom Himmel

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Sky-Zuschauer haben den Film wohl schon öfter gesehen: In „Skyfall“ muss James Bond gegen die Dämonen der Vergangenheit kämpfen. Sky-Aktionären droht in diesen Wochen ein ähnliches Schicksal: Nach Jahren der furiosen Börsencomebacks fällt die Sky-Aktie immer weiter in die Tiefe. Das Minus seit Jahresbeginn beträgt bereits knackige 25 Prozent.


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36 Stunden noch: Dann rollt in der Allianz-Arena der Ball zum Spiel des Jahres, wenn der deutsche und spanische Rekordmeister um den Finaleinzug in der Champions League kämpfen. Was für Fußballfans in Deutschland ein Leckerbissen erste Güte ist, dürfte in Unterföhring mit einem gewissen Beigeschmack betrachtet werden – das Rückspiel Bayern München gegen Real Madrid wird schließlich auch im Free-TV beim ZDF gesendet.

Das Spiel besitzt Symbolcharakter für Sky im bisherigen Börsenjahr: der Münchener Pay-TV-Anbieter stürmt nicht mehr vorne weg. Tatsächlich befindet sich der Überflieger der vergangenen Jahren im Sturzflug, der mehr an den HSV erinnert – happige  25 Prozent liegen Aktionäre seit Januar schon hinten. Von exakt 8 Euro zum Jahresbeginn wurde die Sky-Aktie bis nun auf unter 6 Euro durchgereicht und notierte am Freitag nur noch bei 5,96 Euro.

Warburg Research hält Kurspotenzial von Sky ausgereizt

Wie konnte das passieren? In allererster Linie scheint die Sky-Aktie Opfer des eigenen Erfolgs der vergangenen Jahre geworden zu sein: Vor zwei Jahren notierte das MDax-Mitglied noch bei 2 Euro – bis heute hätten Aktionäre damit auch nach dem jüngsten drastischen Kurseinbruch immer noch ein sattes Plus von knapp 200 Prozent eingefahren.

Nach Einschätzung der Analysten von Warburg Research scheint das Kurspotenzial nun jedoch ausgereizt. So stufte Warburg Sky bereits Ende Januar auf  „verkaufen“ zurück, um das Kurspotenzial vor wenigen Wochen dann moderat um 10 Cents auf 6,10 Euro anzuheben – die Aktie sei nun eine Halteposition.

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HSBC und JP Morgan weiter Sky-Fans

Doch Sky hat weiter einige Fans bei Fondsgesellschaften und Banken. Die Hamburger Berenberg Bank etwa stuft das MDax-Mitglied weiter als „einen Kauf“ mit dem  Kursziel von 7,60 Euro ein. Die Schweizer UBS ist beim Kaufurteil einer Meinung und stellt sogar Notierungen von 8,50 Euro in Aussicht. 

Im angloamerikanischen Raum vertrauen einige Analysten noch stärker auf die Management-Fähigkeiten von CEO Brian Sullivan, der im Februar endlich die erste Jahresbilanz mit operativem Plus verkünden konnte: Die britische Investmentbank HSBC empfiehlt, die Anteilsscheine von Sky mit einem Kursziel von 9,50 Euro „überzugewichten“, während die Branchenkollegen von Morgan Stanley mit derselben Empfehlung ein Kursziel von 10 Euro ausgeben.

Demnach stünde Sky nach dem Absturz ein höchst sportliches Comeback bevor: 68 Prozent Kurspotenzial besäße der Überflieger demnach nochmals.

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