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Carl Icahns Medizin wirkt: Apple mit starkem Quartal und Aktiensplit

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

Zurück in die Zukunft mit Tricks aus der Vergangenheit: Überraschend kündigte Apple-CEO Tim Cook nach Handelsschluss eine Anhebung der Dividende und des Aktienrückkaufprogramms an – genau, wie es Großinvestor Carl Icahn zuvor gefordert hatte. Noch überraschender: Erstmals seit 2005 splittet Apple seine Aktie wieder. Fundamental überzeugte Apple mit einem überraschend starken Quartal dank weiter boomender iPhone-Absätze. 


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Apple will die Allzeithochs wieder sehen – und zwar um jeden Preis. Anders kann man die überraschende Ankündigung von Tim Cook nach Handelsschluss nicht verstehen: Apple splittet die Aktie! Das ein Novum in fast einem Jahrzehnt – das letzte Mal hatte der Kultkonzern aus Cupertino seine Anteilsscheine für Anleger im Frühjahr 2005 optisch verbilligt, seinerzeit im Verhältnis 2:1.

Nun das krude Splitverhältnis 7:1 – warum? Nach dem Splitverhältnis dürfte die Apple-Aktie nunmehr bei etwa 80 Dollar notieren. Die magische 100 Dollar-Marke, die Banken als Kursziel wohl spätestens zum iPhone 6- und iWatch-Launch ausgeben dürften, scheint damit in Reichweite. Bedeutet im Umkehrschluss: Die 100 Dollar wären die neuen 700 Dollar – und damit die alten, neuen Allzeithochs! Es scheint, als hätten die unzähligen Einflüsterungen von Großaktionär Carl Icahn Wirkung hinterlassen.

Kapitalverwendung  à la Carl Icahn: Aktienrückkäufe, Dividenanhebung, Aktiensplit

Das gilt nicht zuletzt bei anderen Maßnahmen zu Kapitalverwendung: Das Aktienrückkaufprogramm wurde nochmals um beachtliche 30 Milliarden Dollar auf nunmehr 90 Milliarden Dollar bis Ende September 2015 hochgefahren. 

Damit trug Tim Cook dem mehrfach geforderten Anliegen Carl Icahns nach einer aktiveren Kapitalverwendung vollauf Rechnung. Auch die Dividendenausschüttungen wurden nochmals um 8 Prozent bzw. 24 Cents auf 3,29 Dollar je Anteilsschein pro Quartal hochgefahren, die bereits im Mai ausgezahlt werden sollen.

Stärkstes Gewinnwachstum in zwei Jahren 
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Vor allem aber mit seiner Entwicklung im Kerngeschäft konnte Apple nach Handelsschluss positiv überraschen. Mit Umsätzen in Höhe von 45,6 Milliarden Dollar schlug Apple deutlich die Analystenschätzungen, die durchschnittlich bei 43,5 Milliarden Dollar gelegen hatten. 

Beim Geschäftsergebnis lag Apple noch deutlicher über dem Wall Street-Konsens: Statt 10,19 Dollar je Aktie konnte der wertvollste Konzern der Welt tatsächlich 11,62 Dollar je Anteilsschein oder 10,2 Milliarden Dollar netto ausweisen. Das entsprach mit einem Plus von 15 Prozent der deutlichsten Gewinnsteigerung seit exakt zwei Jahren.

Es bleibt dabei: iPhone Top, iPad Flop

Zum Treiber der Entwicklung wurde wieder einmal die iPhone. Apples kontinuierlicher Bestseller zieht auch im siebten Jahr immer mehr Käufer an: Die Abverkäufe von 44 Millionen Stück zwischen Januar und März waren ein Rekordwert und toppten damit das Vorjahresergebnis und Analystenschätzungen um mehr als 6 Millionen Einheiten. 

Während die Mac-Absätze mit 4,1 Millionen Einheiten im Rahmen der Erwartungen lagen, leistete sich Tim Cook indes auch einen Fleck in der diesmal ansonsten ziemlich weißen Bilanz: Die iPad-Absätze schwächelten wie schon zweitweise 2013 und gingen sogar um happige 16 Prozent zurück, die Tim Cook in der Telefonkonferenz mit einem unterschiedlichen Bilanzierungsstandard in der Zulieferkette im Vergleich zum Vorjahr zu erklären versuchte.

Aktionäre ließen sich von diesem Haar in der Suppe die Stimmung nicht verderben und schickten Apple-Aktie nachbörslich um fast 8 Prozent in die Nähe von neuen Jahreshochs bei 565 Dollar in die Höhe.

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