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Jarvis bescheinigt Döpfner „ökonomische Selbst-Kastration“

Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Der Web-Visionär Jeff Jarvis hat sich Mathias Döpfners offenen Brief an Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt vorgeknöpft. Jarvis schreibt, Döpfners Verhalten erinnere ihn an das eines Kleinkindes. Der Brief, in dem Axel Springers CEO Döpfner bekannte, vor Google Angst zu haben, sei "erniedrigend" für einen Geschäftsmann und wirke wie ein Akt der "ökonomischen Selbst-Kastration".

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Die Essenz des Geschäftsmodells, wie es von Döpfner und anderen deutschen (und französischen) Verlagen vertreten werde, beschreibt Jarvis in seinem Blog Buzz Machine folgendermaßen: „Sie stampfen mit den Füßen wie schmollende Kindergartenkinder, die eine Runde beim Brennballspielen verpasst haben, heulen ‚Das ist nicht fair‘ und rufen, dass alles, was auf diesem Spielplatz falsch läuft, die Schuld eines anderen Kindes ist. Dann rennen sie weg, um sich hinter dem Rockzipfel des Lehrers zu verstecken.“ Der Lehrer ist in diesem Fall die Regierung.

Man könnte glauben, so Jarvis, Döpfner sei ein Tänzer im Clownskostüm, der in San Francisco versucht, Google Busse zu stoppen. Jarvis bezieht sich dabei auf diese lächerliche Protestaktion. Die Bild-Zeitung bezeichnet Jarvis ganz lustig als „Fox-News mit Titten“. Dabei unterstellt Jarvis Döpfner, dass dieser gar kein reguliertes Google haben möchte. Er brauche das „big, bad“ Google als Feindbild. Die Empfehlungen, die Döpfner für Google ausspricht, empfindet Jarvis als „absurd“. So würde das Offenlegen des Such-Algorithmus Spammer befähigen, Google auszutricksen und somit wertlos als Service machen. Und wenn Google Cookies nach jeder Sitzung löschen würde, würde dies das Ende von Target Advertising bedeuten.

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Döpfners Einlassungen wirkten sogar „leicht antikapitalistisch“, so Jarvis. Dieser Vorwurf dürfte treffen.

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