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Motörhead stellen Bild-Mann an Facebook-Pranger

Die Heavy Metal Band Motörhead
Die Heavy Metal Band Motörhead

Die Heavy Metal Band Motörhead hat ihre Fans via Facebook dazu aufgerufen, dem Bild-Reporter Dirk Benninghoff online die Meinung zu sagen. Grund ist ein kritischer Konzertbericht, den Benninghoff für die Axel Springer Publikation Metal Hammer über den Motörhead-Auftritt auf dem US-Musikfestival in Coachella geschrieben hat. Der Facebook-Pranger wirkt leider. Die Motörhead-Fans überschütten den Bild-Reporter mit reichlich Häme.

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Was die Band Motörhead da im weltgrößten Social Network veranstaltet, kann man ohne Übertreibung als Facebook-Pranger bezeichnen. Die Gruppe postete ein Foto von Bild-Reporter Dirk Benninghoff (eigentlich CvD bei Bild.de), der für die Zeitung gerade in LA weilt und dazu einen längeren Text. Im Text lassen sich Motörhead darüber aus, dass Zuschauer und andere Medienvertreter von dem Konzert in Coachella begeistert gewesen seien. „Why would ONE writer think the opposite of 75,000 fans, artists and writers in attendance at Coachella?“, fragen Motörhead. Tja, liebe Rocker – vielleicht weil dieser eine Journalist es eben anders empfunden hat. Dass Konzertkritiken eine subjektive Angelegenheit sind und es so etwas wie Pressefreiheit gibt, scheint den harten Jungs um Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister entgangen zu sein.

Die Band beklagt, sich, dass Lemmy Kilmister von Benninghoff mit einem Koyoten verglichen worden sei, dass er sich darüber mokiert habe, dass der Frontmann während der Soli die Bühne verlassen hat etc. Motörhead unterstellen dem Reporter, er habe den Auftritt quasi als Rache runtergeschrieben, weil Motörhead bei dem Festival keine Interviews gegeben hat.Wer Benninghoffs Text für Metal Hammer liest, kann sich nur wundern. Der Journalist übt durchaus Kritik an Lemmy Kilmisters Performance, allerdings moderat und begründet. Der Vergleich mit einem Koyoten wirkt sogar eher wie ein Kompliment: „Zwischen all den glänzenden, geschmeidigen, gestählten jungen Körpern, die die Wüste von Kalifornien an diesem Wochenende heimsuchten, wirkte er wie der alte Kojote, der die unreife Meute am Ende nach Hause ins Bett schickt.“

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Benninghoff hatte es auf Twitter noch als „allergrößte Ehre“ bezeichnet, für den Metal Hammer über Motörhead schreiben zu dürfen.

Die Fans der Gruppe ließen sich von Motörhead aber nur allzu gerne zu einem kleinen Shitstorm gegen den Journalisten anstiften. „Bild is one of the worst Newspapers in Germany anyway. Almost everbody who works for Bild is a whore. Nobody needs this kind of toiletpaper“, ist da noch einer der „freundlicheren“ Kommentare. Ob sich Motörhead mit dieser Art von Pressearbeit und diesem Verständnis von Pressefreiheit einen Gefallen tun, sei dahingestellt.

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