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Die letzten großen Quoten-Giganten des deutschen Fernsehens

Quoten-Gigant: der „Tatort“ im Ersten
Quoten-Gigant: der "Tatort" im Ersten

Mit "Wetten, dass...?" verabschiedet sich im Herbst eine Show, die einst mit 20 Mio. Zuschauern und mehr der Quotenhit Nummer 1 war. Doch zu den großen Quoten-Giganten gehört sie längst nicht mehr. Wer erreicht aber überhaupt noch 10 Mio. Leute - oder wenigstens 7 oder 8 Mio.? MEEDIA zeigt die letzten großen Quoten-Giganten.

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1. Fußball: Champions League, Pokal und Länderspiele

Die klare Nummer 1 war im vergangenen Jahr das Champions-League-Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund im ZDF. 21,61 Mio. schalten es ein – herausragende Werte. Auch die Halbfinals waren Hits – mit 15,91 Mio. (Barcelona-Bayern) und 13,69 Mio. (Dortmund-Real Madrid). Über die 10-Mio.-Marke sprangen in den vergangenen 12 Monaten auch vereinzelte DFB-Pokal-Spiele – vor allem das Finale Bayern-Stuttgart mit 12,61 Mio. Fans. Im Sommer dürften all diese Werte dann wieder von der WM getoppt werden. Zur Erinnerung: 2010 kam das Halbfinale Deutschland-Spanien auf 31,10 Mio. Zuschauer!

Länderspiele holen ohnehin in der Regel Top-Quoten. Auch wenn es um wenig bis gar nichts gehe. So schalteten das Match gegen England im November 12,14 Mio. ein, das gegen Italien ein paar Tage vorher schon 10,80 Mio. In der WM-Qualifikation gab es 2013 bis zu 11,69 Mio. Zuschauer. Spannend: Auch der Frauen-Fußball holt ab und zu beachtliche Quoten: Das EM-Finale Deutschland-Norwegen kam im Juli 2013 immerhin auf 8,84 Mio. Zuschauer. Abseits des Fußballs punkten ARD und ZDF auch mit Olympia: 9,21 Mio. sahen z.B. das Rodeln der Herren, 8,97 Mio. die Eröffnungsfeier in Sotschi.

2. „Tatort“ und „Polizeiruf 110“

Abseits des Fußballs ist der „Tatort“ inzwischen der klare Quoten-Gigant Nummer 1. Vor allem die Ermittler aus Münster holen – wie zuletzt am Sonntag – Traumquoten mit 12 Mio. Zuschauern. Den eigenen Rekord stellten sie im März 2013 mit dem Fall „Summ, Summ, Summ“ auf, den 12,99 Mio. einschalteten. Auch Til Schweiger war bei seiner Premiere mit 12,74 Mio. Sehern extrem erfolgreich. Viel spannender als diese herausragenden Zahlen ist aber, dass mittlerweile auch die anderen Ermittler immer öfter über die 10-Mio.-Marke springen. Seit dem 9. März erreichten alle fünf ausgestrahlten „Tatorte“ diese Traumquote – mit den Teams aus Hamburg, Leipzig, Köln, Kiel und Münster. An die 10-Mio.-Marke kommt der „Polizeiruf 110“ zwar nicht heran, doch auch er erreicht zumindest regelmäßig mehr als 8 Mio. Zuschauer.

3. „Tagesschau“ und Wetter-„Brennpunkte“

Immer wieder schafft auch die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten den Sprung über die 7- oder sogar die 8-Mio.-Marke. Insbesondere am Sonntag ist sie direkt vor dem „Tatort“ ein großer Erfolg. Rechnet man die zahlreichen Zuschauer aus den Dritten, 3sat und Phoenix hinzu, sind oft auch 10 Mio. drin, der Jahres-Durchschnitt der 20-Uhr-„Tagesschau“ lag dort 2013 bei insgesamt 8,87 Mio. Sehern. In Sachen Information sind zudem die oft kritisierten „Brennpunkte“ zu Wetter-Phänomenen große Hits. „Sintflut statt Sommer“ sahen im Juni 2013 z.B. 10,09 Mio. Leute und auch „Die Flut und die Folgen“, „Orkan über Norddeutschland“ und „Schneewalze über Deutschland“ waren im vergangenen Jahr mit 7,23 Mio. bis 8,39 Mio. große Erfolge. Einziger Nicht-Wetter-„Brennpunkt“, der da mithalten konnte: „Aufruhr in der Türkei“ mit 7,61 Mio. Zuschauern.

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4. „TV-Duell“ und „Eurovision Song Contest“

Zwei völlig unterschiedliche TV-Events gehören ebenfalls zu den Quoten-Giganten: Das alle vier Jahre ausgetragene „TV-Duell“ der Kanzlerkandidaten im Vorfeld der Bundestagswahl und der jährliche „Eurovision Song Contest“. Das „TV-Duell“ schlug dabei im vergangenen Jahr mit 10,13 Mio. zu 8,20 Mio. den Musik-Wettbewerb sogar klar. Doch insbesondere in den Lena-Jahren 2010 und 2011 war der „Song Contest“ mit 14,69 Mio. und 13,93 Mio. Zuschauern ein gigantischer Erfolg.

5. ZDF-Mehrteiler, Fernsehfilme und Samstags-Krimis

Abseits der Sonntags-Krimis der ARD gelingt es dem ZDF immer wieder, tolle Zuschauerzahlen mit seinen fiktionalen Eigenproduktionen zu holen. So sahen „Das Adlon“ im Januar 2013 zwischen 8,35 Mio. und 8,80 Mio., „Unsere Mütter, unsere Väter“ kam im März 2013 auf 7,25 Mio. und 7,70 Mio. Seher. Auch TV-Filme wie „Die Holzbaronin“, „Die letzte Instanz“ und „Eine unbeliebte Frau“ erreichten mehr als 7 Mio. Menschen.

Das fiktionale Aushängeschild des ZDF ist aber nach Zuschauerzahlen der Samstags-Krimi. „Stubbe“ und „Wilsberg“ erreichen hier meist mehr als 7 Mio. Leute, das „Stubbe“-Finale kam im Januar sogar auf 8,64 Mio. Seher. Mit einigen neuen Reihen versucht das ZDF derzeit, diese Erfolge zu bestätigen. Vor allem „Helen Dorn“ stach dabei im März mit 8,05 Mio. Premieren-Zuschauern hervor. Eine Reihe gehört auch im Jahr 2014 ebenfalls weiterhin zu den großen Quoten-Giganten des deutschen Fernsehens: „Das Traumschiff“, das am 1. Januar auch diesmal mit 8,68 Mio. Zuschauern ein Mega-Erfolg war.

6. Bei den Privaten: Nur der Dschungel und Wladimir Klitschko

Abseits von ARD und ZDF erreichen im Gesamtpublikum nur noch „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ und die Boxkämpfe von Wladimir Klitschko Zahlen von 8 Mio. Zuschauern und mehr. Die beiden Klitschko-Fights erreichten im Jahr 2013 8,37 Mio. (vs. Pianeta), bzw. 11,01 Mio. (vs. Povetkin) Zuschauer. Der Dschungel kletterte 2013 und 2014 ebenfalls oft über die 8-Mio.-Marke – 2013 auf bis zu 8,87 Mio., 2014 auf bis zu 8,68 Mio. 27 mal schaffte die Reihe 2013 und 2014 den Sprung über die 7-Mio.-Hürde. Die Formel 1, einst ebenfalls ein Gigant mit 10 Mio. Zuschauern und mehr, kam 2013 nur noch einmal – in Monaco – auf mehr als 7 Mio. Fans und pendelt sich derzeit eher bei 5 bis 6 Mio. ein. Einen weiteren Quoten-Gigant hat sich RTL ja im vergangenen Sommer eingekauft: Ab Herbst zeigt man die Spiele zur EM- und zwei Jahre später die zur WM-Qualifikation.

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