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Friedman gegen Lucke: N24 und AfD landen erneut vor Gericht

Aufgeheizte Debatte: Michel Friedman in der Diskussion mit Grünen-Politiker Sarrazin und AfD-Chef Lucke
Aufgeheizte Debatte: Michel Friedman in der Diskussion mit Grünen-Politiker Sarrazin und AfD-Chef Lucke

Der Streit um die Michel Friedman-Sendung vom 27. Februar geht immer weiter. Weil der Moderator einer AfD-Europakandidatin falsche Aussagen in den Mund gelegt haben soll, hat die Partei eine einstweilige Verfügung erwirkt. Laut Handelsblatt Online will N24 das nicht hinnehmen und hat nun Widerspruch eingelegt.

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In der Ausgabe von „Studio Friedman“ vom 27. Februar 2013 ging es um das Thema EU-Einwanderung und um die Frage, wie die Alternative für Deutschland (AfD) dazu steht. Zu Gast waren Grünen-Bundestagsabgeordneter Manuel Sarrazin und AfD-Parteichef Bernd Lucke. Während der hitzigen Diskussion legte der Moderator der AfD-Europakandidatin Beatrix von Storch  allerdings Behauptungen in den Mund, die sich im Nachhinein als falsch erwiesen haben. Mit der immer wiederholten Behauptung, die Kandidatin vertrete die These „Multikulti hat die Aufgabe die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen“, brachte der Moderator seinen Gast so sehr in Bedrängnis, dass der AfD-Chef letztlich aus dem Studio flüchtete. Daraufhin meldete sich die AfD mit Post vom Anwalt zurück.

In erster Instanz habe das Landgericht Berlin der eurokritischen Partei Recht gegeben und den Nachrichtensender, der kürzlich vom Axel Springer-Konzern übernommen worden ist, zu einer Gegendarstellung verdonnert. Diese richterliche Entscheidung will N24 allerdings nicht hinnehmen. Wie Handelsblatt Online nun berichtet, hat der Sender Widerspruch beim Landgericht eingelegt. Das wird sich am 24. April erneut mit dem Fall beschäftigen. Spätestens dann müssen die Anwälte ihren Widerspruch begründen. Bereits im ersten Verfahren konnte die AfD nachweisen, dass die getätigten Aussagen nicht von Beatrix von Storch stammen, sondern von einem Blogger. Wie Handelsblatt Online weiterberichtet, sehe der Anwalt der AfD beim zweiten Verfahren die Möglichkeit öffentlichkeitswirksam zu punkten. In einem Brief an von Storch habe er geschrieben: „Offenbar gibt es Medieninteresse. Ich rege an, dass sie ihr Erscheinen zum Termin ermöglichen.“

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In einem weiteren Brief an die Bundesgeschäftsstelle habe es seitens des Anwalts zudem geheißen, dass die Partei „den Nerv“ des Senders getroffen habe. Friedmans Sendung werbe immerhin damit, dass alles „knallhart“ von Friedman recherchiert sei. In dieser Sendung habe Friedman das Gegenteil bewiesen und Lucke bewusst in eine Ecke drängen wollen, zitiert Handelsblatt Online weiter.

Für die Partei kommt der Wirbel tatsächlich zu einem gelegenen Zeitpunkt. Die kommenden Europawahlen stehen Ende des nächsten Monats an. Die AfD will dann ins EU-Parlament in Brüssel einziehen.

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