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Bye, bye Brown Printing: G+J trennt sich vom Druck-Geschäft in den USA

Kein Kerngeschäft mehr: Gruner-CEO Julia Jäkel verkauft Brown Printing
Kein Kerngeschäft mehr: Gruner-CEO Julia Jäkel verkauft Brown Printing

Gruner + Jahr verkauft sein Druckgeschäft in den USA, die Brown Printing Company (BPC), an die börsennotierte Quad/Graphics, Inc. (QG). Das Druckgeschäft gehöre nicht mehr zum strategischen Kern des Verlags, heißt es dazu aus Hamburg. Der Verkauf stehe im Kontext des aktuell laufenden Unternehmensumbaus bei G+J. Die us-amerikanischen Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. QC zahlt nach eigenen Angaben für Brown Printing rund 100 Mio. US-Dollar in bar.

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Brown Printing betreibt im wesentlichen drei Druckereien in den USA: in Waseca, Woodstock und East-Greenville. Alle drei Druckereien, deren Mitarbeiter und Verpflichtungen gehen in den Besitz von Quad/Graphics Inc. über. 2005 trennte sich G+J bereits vom US-Magazingeschäft. Der Hamburger Verlag will sich unter der Führung von Vorstandschefin Julia Jäkel ganz auf das Erstellen von Inhalten in Print und Digital konzentrieren. Das rückläufige Druck-Geschäft ist da eher ein Klotz am Bein. Brown Printing druckt ca. 1.000 Zeitschriften- und Katalogtitel für rund 600 Kunden. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1.850 Mitarbeiter.

Es ist nicht der erste Anlauf bei G+J gewesen, das US-Druckereigeschäft loszuwerden. Zwischenzeitlich waren inoffiziell auch höhere Summen als die nun erzielten 100 Mio. Dollar im Gespräch. Allerdings ließen sich höhere Verkaufspreise offenbar am Markt nicht durchsetzen. Gruner erhält dabei nicht nur die 100 Mio. Dollar in bar, sondern spart sich auch in den kommenden Jahren fällige und teure Investitionen in die Modernisierung des Maschinenparks bei Brown Printing. Das Geld soll nun in den laufenden Transformationsprozess bei G+J einfließen.

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Der Käufer Quad/Graphics ist ein großer und traditionsreicher US-Druckereikonzern, der außerhalb der USA auch in Kanada, Europa und Latein Amerika aktiv ist. QG hat rund 25.000 Beschäftigte und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von rund 4 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Brown Printing erlöste 2012 rund 400 Mio. Dollar.

Oliver Radtke, Vorstand Operations Gruner + Jahr sagt zu dem Verkauf: „Der Verkauf von Brown Printing ist mit Blick auf die Unternehmensgeschichte unseres Hauses eine Zäsur, mit Blick auf die Zukunft ein wichtiger Meilenstein bei der weiteren Umsetzung unserer Transformationsstrategie. Im Rahmen der Transformation gehört das Druckgeschäft nicht mehr zum strategischen Kern der Geschäftsaktivitäten von Gruner + Jahr.“

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