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Jürgen Klopp mit nächstem ZDF-Eklat nach Champions League-Klatsche

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Er hat es wieder getan: Geschnauft, mit der Fassung gerungen und sie dann doch mit Ansage verloren. BVB-Trainer Jürgen Klopp bügelte im ZDF-Studio-Interview nach der 0:3-Niederlage bei Real Madrid Moderator Jochen Breyer mit einer Tirade ab und knallte das Mikro auf den Tisch. Auf Twitter bekam der Coach Zuspruch und Gegenwind.

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Jürgen Klopp und die Journalisten: Das ist in dieser Saison eine schwierige Beziehung. Es läuft nicht so beim BVB, wie es sich der 46-Jährige vorstellt – der gestrige Mittwochabend war Musterbeispiel dafür, wie sehr sich die Dinge binnen eines Jahres verändert haben. 

In der abgelaufenen Champions League-Season eliminierten die Dortmunder Emporkömmlinge noch den haushohen Favoriten aus Madrid, diesmal scheint das Starensemble um Cristiano Ronaldo Revanche zu nehmen. Mit 3:0 fertigten die Königlichen den Bundesliga-Vize gestern ab. Keine Frage: Die Lage vor dem Rückspiel ist schwierig bis hoffnungslos.

Klopp kurz vor der Explosion

Das dachte sich auch ZDF-Moderator Jochen Breyer, der mit Oliver Kahn durch die Champions League-Berichterstattung führte und kein Problem hatte, das in die entsprechenden Worte zu packen: „Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist durch, oder Jürgen Klopp?“ Für Sekunden sah man Klopp daraufhin, wie man ihn häufiger in dieser Saison in TV-Interviews gesehen hatte: Kurz vor Explosion.


Der Dortmund-Coach hielt an sich, schnaufte, drehte sich weg und platzte dann doch: „Wie kann man mir Geld überweisen für meinen Job, wenn ich heute hier stehen und sagen würde: die Sache ist durch? Das wäre genauso doof, wie wenn ich sagen würde, wir hauen die sicher weg“, echauffierte sich Klopp.

„Auf doofe Fragen kann ich nur doofe Antworten geben“
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Aber Dortmunds Trainer hatte noch nicht fertig: „Entschuldigung, ich möchte nicht im ZDF-Studio schon wieder mit jemanden aneinander geraten“, merkte Klopp an: „Aber auf doofe Fragen kann ich nur doofe Antworten geben.“ Um dann noch süffisant als Anspielung auf das Scharmützel mit Oliver Kahn, der sich diesmal sichtlich zurückhielt, hinzufügen: „Wie wir alle wissen.“

ZDF-Mann Jochen Breyer, der seit Ende vergangenen Jahres das Sportstudio moderiert, versuchte die Situation noch mit der Anmerkung „Lassen Sie sich freien Lauf“ und einem aufgesetzten Lacher zu retten, doch Klopp war bedient und äffte den 31-Jährigen nach: „‚Herr Klopp, das ist durch‘. Entschuldigung, aber wir müssen noch mal ran.“    

„Sind wir fertig?“ – „Sie dürfen gehen“

Damit war für Klopp das Gespräch beendet. „Sind wir fertig?“ drehte Dortmunds Meistertrainer die Gesprächssituation um, um nach Bejahung Breyer („Sie dürfen gehen“), demonstrativ das Mikro auf den Tisch zu knallen und sich ausschließlich bei Oliver Kahn zu verabschieden – und das dann auch noch mit gebotener Ironie. „Olli, super heute, wir zwei“, merkte Klopp in Richtung der ehemaligen Bayern-Torwarts an und meinte damit wohl die Vermeidung einer weiteren Auseinandersetzungen. 

Auf Twitter wurde das verbale Scharmützel umgehend diskutiert. Mit unterschiedlicher Beurteilung: „Dankeschön, Jürgen #Klopp. Zurecht dem Herrn Breyer mal aufgezeigt, wie dumm doch manche Fragen sind. ‚Dumme Frage, dumme Antwort!“, fand etwa der Nutzer @lifeoftorben. „Da kann ich gut verstehen, dass Jürgen #Klopp patzig wird, wenn der @ZDFsport-Volontär nach dem Spiel so bescheuerte Fragen stellt…“, pflichtete auch @FloSei bei.

Anders sah es dagegen @rsstecher „Ganz schön doof, wie sich der das Mikro hinwerfende #Klopp benimmt. Auf dem besten Weg zum Unsympathieträger“. Frank Schmiechen, Stellvertretender Chefredakteur der Welt, zeigte sich ebenso wenig begeistert vom neuerlichen Ausbruch des BVB-Coaches:  „Charme und Witz hat er nur, wenn er gewinnt“, twitterte @weltkompakt. Man muss ihn trotzdem mögen, den Kloppo: Nicht nur der Alltag eines Journalisten wäre so viel langweiliger, ohne den impulsiven Dortmunder Meistercoach.

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