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Vater des Winnenden-Amokläufers scheitert mit Klage gegen Bild

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Der Vater des Amokläufers von Winnenden ist mit seiner Klage auf Schadenersatz wegen der Veröffentlichung gepixelter Bilder in der Bild-Zeitung gescheitert. Das Oberlandesgericht Stuttgart entschied am Mittwoch, dass die Veröffentlichung der Fotos zulässig gewesen sei und wies die Klage des Mannes gegen den Axel-Springer-Verlag ab.

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Er sei auf den Bildern nicht zu erkennen gewesen, wohl aber anhand des dazugehörigen Textes zu identifizieren, hieß es. In diesem Fall habe aber die Presse- und Informationsfreiheit den Vorrang vor dem Persönlichkeitsschutz, da es sich bei den Bildern um Zeugnisse der Zeitgeschichte handle. Die Tat habe die Rechtsordnung verletzt. Dies, die Sympathie mit den Opfern und das Ziel, solchen Taten künftig vorzubeugen, begründe das anzuerkennende Interesse der Öffentlichkeit. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Der Sohn des Klägers hatte vor gut fünf Jahren in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Sein Vater wurde zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte. (dpa)

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