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„NYT Now“ – die Billig-App-Offensive der New York Times

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Am heutigen Mittwoch startet die New York Times ihre neue App- und Abo-Offensive. Kernstück ist die neue App "NYT Now", die zu deutlich verbilligtem Abo-Preis eine Auswahl des kompletten New York Times Angebots für Smartphones bietet. Eine App für Meinungsstücke und eine Food-App sind außerdem in Planung. Zusätzlich gibt es ein neues Premium-Abo, das sich Times Premier nennt.

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„NYT Now“ kostet acht Dollar pro Monat und ist damit fast die Hälfte billiger als das reguläre Times-Digitalabo, das 15 Dollar pro Monat kostet. „NYT Now“ bietet eine Auswahl an NY Times Stories sowie ein zusammenfassendes Morning- und Evening-Briefing. Bestehende Abonnenten müssen für den vollen Zugang zu „NYT Now“ nichts extra zahlen. Wie im Web sind auch bei „NYT Now“ zehn Artikel pro Monat frei zugänglich. Insgesamt arbeitet ein Team von zehn Redakteuren an Auswahl und Aufbereitung der Inhalte für „NYT Now“.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt Times Premier. Für 45 Dollar pro Monat gibt es zusätzliche Inhalte, etwa aus dem Archiv der New York Times oder zusätzliche Kreuzworträtsel. Das Kreuzworträtsel der New York Times genießt Kultstatus und sollte nicht unterschätzt werden … Das Times Premier Abo kann von zwei Familienmitgliedern gleichzeitig genutzt werden und man kann als Times Premier-Abonnent drei komplette Zwölf-Wochen-Digital-Abos pro Jahr an Dritte verschenken. Bestehende Abonnenten müssen für den Premium-Service zehn Dollar Aufschlag zahlen.

Während sich Sinn und Nutzen von „NYT Now“ sofort erschließen, wirkt Times Premier als Produkt unausgegoren. Warum man 45 statt 15 Dollar für Archiv-Zugänge, Kreuzworträtsel und Probeabos zahlen soll, bleibt aus Nutzersicht fraglich. Times-Geschäftsführer Mark Thompson erklärte im Interview mit Spiegel Online, dass die Times mit den neuen Angeboten ein breiteres Preis-Spektrum anbieten möchte. Bisher gab es nur die Möglichkeit, für digitale Produkte 15 Dollar zu zahlen oder gar nichts. Nun gibt es immerhin ein dreistufiges Preis-Modell.

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Mittlerweile kommt die New York Times auf 765.000 Digital-Abonnenten, eine bemerkenswerte Zahl. Das Wachstum der Digital-Abos hat sich in den vergangenen Quartalen allerdings abgeschwächt. „NYT Now“ soll da Abhilfe schaffen. Interessant ist noch, dass „NYT Now“ bei der Werbevermarktung ausschließlich auf so genanntes Native Advertising setzt. Unter Native Advertising versteht man Artikel, die von Werbekunden bezahlt werden und gleichberechtigt im redaktionellen Teil auftauchen, allerdings als „bezahlter Inhalt“ gekennzeichnet werden. „Bannerwerbung auf Smartphones ist kein eindrucksvolles Geschäft“, gibt Times-Chef Thompson entsprechend bei SpOn zu Protokoll. Native Advertising wird auch schon auf der Website der New York Times eingesetzt und nennt sich dort „Paid Posts“. Laut Thompson habe es bisher keinerlei negative Rückmeldungen von der Industrie oder den Lesern gegeben. Es soll laut Thompson allerdings sichergestellt werden, dass Times-Redakteure nicht „zeitnah“ einen „Paid Post“ und einen regulären Artikel schreiben. Na dann.

Zum Start gibt es die „NYT Now“ App nur fürs iPhone, eine Android-Version soll folgen.

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