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Helene Fischers Echo-Show: der kleinste gemeinsame blonde Nenner

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Was ist nur dran an dieser Frau? Deutschland ist im Helene-Fischer-Fieber. Die Schlagersängerin, deren Echo längst weit über die Schlagerszene hinaus hallt, hat am gestrigen Donnerstagabend die Verleihung des Musikpreises Echo zur Helene Fischer Show gemacht. Die 1,58 Meter Frau ist der kleinste gemeinsame blonde Nenner im deutschen Showbiz.

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Helene Fischer, Helene Fischer Helene Fischer. Helene läuft – bekleidet mit einer Art durchsichtigem Vorhang vor einem Greenscreen. Helene singt eines ihre belanglosen Umpfta-Umpfta-Liedchen und tanzt dazu. Playback? Wirkt so, kann aber natürlich sein, dass sie einfach perfekt singt. Helene sagt, fehlerfrei natürlich, Preisträger und Nominierte an. Helene quetscht sich locker vom Hocker zwischen die Boss-Hoss-Typen um ein Selfie zu machen. Helene singt ein Duett mit James Blunt. Immer strahlend, immer gut frisiert, immer Helene.

Ihre Haut hat keinen Makel. Ihr Teint hat exakt die gesunde, begehrte, attraktive Bräune, die sich 100 Prozent der deutschen Durchschnittsfrauen wünschen. Ihr Haar ist so sahnig gelb wie ein Stück Meggle-Kräuterbutter. Besonders augenfällig wurde die irritierende Perfektheit der Helene Fischer als sie bei der Echo-Verleihung neben der Sängerin der Band Elaiza stand, die Deutschland dieses Jahr beim Eurovision Song Contest vertritt. neben Frau Fischer sah die sympathische Elaizia Frontfrau seltsam teigig aus. Blass. War sie krank? Nein. Kaum war Helene Fischer weg, wirkte die Sängerin wieder ganz normal gesund. Der Helene-Fischer-Effekt: Neben der Show-Königin sieht jeder blass aus.

Umso merkwürdiger, dass kaum jemand Helene Fischer ihre nervenzerreißende Perfektheit übel zu nehmen scheint. Frauen finden Helene Fischer ebenso gut wie Männer. Okay, was die Herren an Frau Fischer finden, kann man sich anhand der simpel gestrickten Genetik der Gattung Mann leicht ausrechnen. Aber auch Frauen finden die Fischer dufte. Vermutlich, weil sie gleichzeitig als Sex-Symbol und als Role Model funktioniert. Männer fantasieren sich in Helene Fischer eine Art perfekte Partnerin zusammen. Eine Umfrage des zuständigen Fachmagazins Playboy ergab unlängst, dass Helene Fischer von deutschen Männer als die “ideale Frau” gesehen wird. Noch nicht einmal bei Youtube gibt es viele Hass-Kommentare über Helene Fischer – es ist zum Verrücktwerden!

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Für Frauen ist Helene Fischer gleichzeitig der kumpelige, allürenfreie Freundinnen-Typ. Eine “zum Pferdestehlen”. Eine, die in Interviews zum Besten gibt, dass sie gerne Pasta isst. Einfach. Nett. Ein Klischee an das nächste reihend. Kann keiner was gegen haben. Ihr Image ist so babypopoglatt wie ihre Haut. Es heißt die größtmögliche Annäherung an den Durchschnittswert wird als “schön” wahrgenommen. So gesehen ist Helene Fischer vermutlich eine der schönsten Frauen der Welt. Ihr Gesicht ist absolut symmetrisch. Ihre Zähne strahlen weißer als weiß. Keiner könnte annehmen, dass diese Frau mal fettige Haare hat oder – sacre bleu! – schwitzt. Und wenn doch, dann duftet ihr Schweiß ganz sicher nach Lavendel.

Sie fällt nicht aus der Rolle, ist nie “zickig”. Benimmt sich “normal”. So extraordinär-normal, dass sogar der sonst gerne aufkommende Hass der Anti-Spießer-Fraktion gar nicht erst aufkommen will. Ihre Musik? Ach Gottchen. Die harmlos, naiv-doofen Texte mit dem 08/15 Disco-Schlager-Gewummere können den Erfolg dieser Frau nun wirklich nicht erklären. Wie diese Frau privat ist, weiß keiner, will vermutlich auch keiner wissen, denn das könnte die Illusion zerstören. So wie sie ist, bietet Helene Fischer die perfekte, glatte Projektionsfläche für alles und jeden. Fehlerfrei. Und – wenn man länger darüber nachdenkt – fast ein bisschen unheimlich. Demnächst tritt sie in Fußballstadien auf.

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