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ZDF-Intendant Bellut zweifelt an „Wetten, dass..?“

„Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz
"Wetten, dass..?"-Moderator Markus Lanz

Das ZDF stellt „Wetten, dass..?“ offenbar doch auf den Prüfstand. Vor rund vier Wochen dementierte der Sender noch einen entsprechenden Spiegel-Bericht. Diesmal sagt Intendant Thomas Bellut jedoch gegenüber dem Handelsblatt, dass er nicht wisse, wie lange es die Sendung noch geben werde.

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„In diesem Jahr werden wir sehen, wie stark die Marke noch ist“, zitiert das Handelsblatt den Intendanten. Im Gegensatz zum Spiegel-Bericht ist nicht von der Sommerpause die Rede, in der die Senderverantwortlichen angeblich bereits über die Zukunft der von Markus Lanz moderierten Show entscheiden wollen. Die Kernaussage bleibt allerdings erhalten: Die ZDF-Manager zweifeln mittlerweile an ihrer ehemaligen Vorzeigeshow.

Neben der ständigen Kritik an Moderator Lanz kämpft die Sendung auch mit einem erheblichen Minus bei den Einschaltquoten. Die vergangene Sendung sahen erstmals in der Geschichte von „Wetten, dass..?“ weniger als sechs Millionen Menschen. Mit genau 5,85 Millionen erreichte das ZDF-Programm einen neuen Alltime-Minusrekord.

„In besonderen Fällen“ könne die Show „auch mal 2,5 Millionen Euro“ kosten

Bei solchen Quoten bekommt die Show so auch langsam ein Problem im Kosten/Nutzen-Verhältnis. Die Mainzer lassen sich die Wett-Sendung immerhin sehr viel Geld kosten. Gegenüber dem Handelsblatt beziffert Bellut den Preis pro Show auf rund zwei Millionen Euro. „In besonderen Fällen“ könne die Show „auch mal 2,5 Millionen Euro“ kosten, sagte er. Zu viel, wenn die Quoten im Keller bleiben.

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„Die Sendung wurde bereits vor ihm zu Tode gerettet“

Tatsächlich entwirft der Bellut in dem Gespräch mit dem Handelsblatt bereits ein kommunikatives Ausstiegsszenario. So spricht er davon, dass ein weiterer Quotenschwund „die Show sehr schwächen“ würde. Zudem müsse man verhindern, dass „Markus Lanz wirklich Schaden nähme“. Zum ersten Mal beschäftigt sich das ZDF damit öffentlich mit einem Ende seines einstigen Show-Giganten. Das ist ein schlechtes Zeichen.

Die Lage ist ernst für den Moderator. So rät Gabor Steingart bereits von der Lektüre seiner Wirtschaftszeitung am heutigen Dienstag ab. Der Handelsblatt-Verleger schreibt dazu in seinem Morningbriefing: „Lanz muss deshalb nicht dem Trübsinn verfallen: Die Sendung wurde bereits vor ihm zu Tode gerettet.“

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