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Burda: Lisa wirbt mit App um Leser-Autorinnen

Der Burda Verlag will Lisa-Leserinnen zu Autorinnen machen.
Der Burda Verlag will Lisa-Leserinnen zu Autorinnen machen.

Lisa will ihre Leserinnen zu Autorinnen machen: Interessierte können sich Online anmelden und einen Text hochladen. Die Redaktion veröffentlicht ausgewählte Beiträge im Heft - die Hobby-Journalistinnen bekommen dafür 50 Euro. Eine Social Media Aktion? Fraglich bleibt, ob sich Burda mit der Aktion nicht letztlich auch ein bisschen Geld spart.

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Wer sich derzeit unter www.schreibfuerlisa.de registriert, kann – nachdem er ein Profil angelegt hat – der Redaktion entweder eine Themenidee vorschlagen oder einen Beitrag mit höchstens 3.000 Zeichen zum Thema „Mein Haustier und ich“ zusenden. Fotos hochladen, mit Bildunterschrift versehen, fertig. Den Redaktionsschluss blendet Burda als Countdown ein, minutengenau.

In einer Pressemitteilung wirbt der Verlag für die Aktion als PR-Maßnahme. „Mit der Schreibwerkstatt-App haben wir einen weiteren, wichtigen Schritt der Lisa-Strategie des ‚Involving‘ umgesetzt“, sagt Social Media-Managerin Anita Agarwalla. Der „Content“, den die Hobby-Autorinnen produzieren, könne so „zielgruppengerecht und authentisch“ eingesetzt werden. Die Chefredakteurin Maria Sandoval möchte mit der „Lisa-Schreibwerkstatt-App noch näher an den Geschichten und den Gefühlen“ der Leserinnen sein, heißt es in der Meldung weiter. „Ohne auf das Know-How der Redaktion zu verzichten“ – auf der Plattform stehen journalistische Tipps von Redakteurinnen – könnten Leserinnen so „berührende Erlebnisse“ selbst erzählen. In Ausgabe 12 vom 12. März veröffentlichte die Reaktion den Beitrag einer 62-Jährigen. Die Resonanz auf die Schreibwerkstatt sei groß, die nächsten Geschichten von Leser-Autorinnen sollen am 26. März gedruckt werden.

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Krisch betrachtet, kommt Burda mit der Aktion günstig an Inhalte, erhebt Leserdaten samt deren Interessen und holt sich so Impulse für neue Themenideen direkt aus der Zielgruppe – und spart sich damit letztlich Geld.

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