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Tim Cook rüffelt frühere WSJ-Reporterin für neues Apple-Buch

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

Und er spricht doch: CEO Tim Cook hat sich überraschend deutlich über ein neues Apple-Buch geäußert, das heute in den USA veröffentlicht wurde: „Haunted Empire: Apple after Steve Jobs“, geschrieben von der früheren Wall Street Journal-Reporterin Yukari Iwatani Kane. Als „Nonsens“ kanzelte Cook die Ausführungen über die Identitätskrise beim Kultkonzern aus Cupertino ab. Die Autorin glaubt nun, sie habe „einen Nerv“ bei Cook getroffen.

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Es ist das Bestcase-Szenario für jeden Autor: Der CEO des Unternehmens, über das man berichtet hat, kommentiert das eigene Machwerk – selbst wenn der Kommentar wenig schmeichelhaft ausfällt.

„Dieser Nonsens geht einher mit anderen Büchern über Apple, die ich gelesen habe“, erklärt Cook in einer Email an den Finanzinformationssender CNBC. „Es scheitert daran, Apple, Steve oder jemand anderen im Unternehmen einzufangen“, fällt Cook über Yukari Iwatani Kanes „Haunted Empire“ ein vernichtendes Urteil.

Tim Cook schlägt zurück: Erst auf der Hauptversammlung, nun gegen Autorin 

Apple habe 85.000 Mitarbeiter, die jeden Tag zur Arbeit kämen, um die besten Produkte der Welt zu kreieren, die ihre Kerbe im Universum hinterlassen und es besser verlassen wollten als sie es vorgefunden hätten. „Dies ist das Herzstück von Apple seit Tag eins und wird das Herzstück von Apple noch in Jahrzehnten bleiben. Ich bin sehr zuversichtlich für unsere Zukunft. Wir hatten schon immer viele Zweifler in unserer Unternehmensgeschichte. Sie haben uns nur stärker gemacht.“

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Wow. So leidenschaftlich hat man Cook Apples Königreich seit der Übernahme der Amtsgeschäfte im Herbst 2011 selten verteidigen sehen – Apple gilt normalerweise als notorisch verschwiegenes Unternehmen, das Gerüchte, vor allem aber die Branchenpresse, traditionell unkommentiert lässt.

Autorin jubelt: „Ich habe einen Nerv getroffen“

Bereits auf der Hauptversammlung vor wenigen Wochen war Cook einem Aktionärsvertreter über den Mund gefahren. „Wenn wir daran arbeiten, dass wir unsere Geräte auch Blinden zugänglich machen, denken wir nicht an die verdammte Kapitalmarktrendite“, entfuhr es Cook Ende Februar. „Wenn Sie wollen, dass ich Entscheidungen lediglich nach der Kapitalmarktrendite ausrichte, dann sollten Sie die Aktie verkaufen“, knöpfte sich Cook mit aggressiver Körpersprache den Aktionärsvertreter vor.

Autorin Kane, einst Wall Street Journal-Reporterin, wäre über so eine direkte Konfrontation wohl hocherfreut. „Ein solcher Gefühlsausbruch über das Buch zeigt, dass ich wohl einen Nerv getroffen habe“, fühlt sich Kane bestätigt. „Selbst ich war überrascht von meinen Schlüssen, ich kann die  Empfindung also nachvollziehen“, erklärte Kane gegenüber re/code.

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