Anzeige

Badische Zeitung sagt Mitarbeitern Tarifverbesserungen zu

Die Mitarbeiter der Badischen Zeitung bekommen ihre Gehälter erhöht.
Die Mitarbeiter der Badischen Zeitung bekommen ihre Gehälter erhöht.

Während der BDZV und Gewerkschaften über neue Tarife für Zeitungsredakteure streiten, hat die Badische Zeitung ihren Mitarbeitern tarifliche Verbesserungen zugesagt. Damit sendet Verleger und Geschäftsführer Wolfgang Poppen indirekt ein Signal in Richtung der Tarifverhandelnden.

Anzeige
Anzeige

Der Badische Verlag wird den rund 150 Redakteurinnen und Redakteuren der Badischen Zeitung rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres die Gehälter um zwei Prozent erhöhen. In einem Jahr, am 1. Januar 2015, solle eine weitere Anhebung in gleicher Höhe folgen. Zudem blieben Urlaubs- und Weihnachtsgeld in bisheriger Höhe erhalten, ebenso wie der nach Lebensalter gestaffelte Urlaubsanspruch. Die Zugeständnisse an die Belegschaft sollen außerdem nicht nur für Print-Redakteurinnen und Redakteure gelten. Die Badische Zeitung will auch die Gehälter für ihre Online-Journalisten anpassen. Eintrittsgehälter junger Journalisten will der Verlag nicht absenken.

Überraschend dabei ist: Diese einseitige Zusage des Verlags rückt von den Forderungen des Verlegerverbandes BZDV ab und orientiert sich eher an den Wünschen der Gewerkschaften.  Trotz der außerordentlichen Tarifverbesserung will das Verlagshaus auch weiterhin dem BDZV als Mitglied erhalten bleiben und den neuen Tarifvertrag annehmen – bei schlechteren Konditionen greife allerdings die Verlagszusage, erklärt Peter Bomans, Betriebsratsvorsitzender der Zeitung. Es handele sich dabei um eine „übertarifliche Zulage“.

Seine Zusage an die Belegschaft erteilt Verleger und Geschäftsführer Wolfgang Poppen mitten in den aktuellen Tarifverhandlungen zwischen BDZV, DJV und ver.di. Gegenüber MEEDIA beteuert der Verlags-Chef allerdings, die Tarifverhandlungen mit diesem Schritt nicht beeinflussen zu wollen. „Viele Verlage reagieren auf die derzeitige Situation, wie sie es für richtig halten“, sagt Poppen. Und weiter: „Ein neuer Gehaltstarif für künftige Arbeitsverhältnisse muss vereinbart werden, um langfristig auf die wirtschaftliche Situation reagieren zu können.“ Trotz der Sparzwänge, mit denen die Verlage derzeit zu kämpfen haben, wird bei den Badenern wohl nicht das Personal leiden müssen. „Sparmaßnahmen werden bei uns im Verlag mit den Verantwortlichen über alle Bereiche und Ressorts getroffen.“

Anzeige

Währenddessen haben sich BDZV und die Gewerkschaften bei der mittlerweile achten Tarifverhandlungsrunde vorsichtig angenähert. Die neunte Verhandlungsrunde soll am 26. März stattfinden.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige