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Prinovis verliert Auftrag: Spiegel sucht neue Druckerei

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Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ist offenbar auf der Suche nach einer neuen Druckerei. Wie das Handelsblatt in seiner Dienstagsausgabe berichtet, soll der aktuelle Vertrag mit dem Bertelsmann-Springer-Joint-Venture Prinovis nicht verlängert werden.

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Der laufende Vertrag mit dem Druckhaus läuft noch bis Ende des Jahres. Dann soll der Spiegel mit einem anderen Druckverfahren aufs Papier gebracht werden. Nach Informationen des Handelsblatts wollen die Hamburger vom Tiefdruck- auf das Offsetverfahren wechseln. Dies bedeute kürzere Produktionszeiten in der Druckerei, was auf Grund des ab 2015 veränderten Erscheinungstermins des Spiegel ein Vorteil wäre. Das Blatt soll dann bereits samstags anstatt montags erscheinen. Mögliche Auftragnehmer sollen Druckereien mit Produktionsstandorten in Süd- und Mitteldeutschland sein, so das Handelsblatt. Auch die Bertelsmann-Tochter Arvato in Gütersloh sei ein potentieller neuer Auftragnehmer.

Für den Druckkonzern Prinovis, an dem Bertelsmann zu 74,9 Prozent und Axel Springer zu 25,1 Prozent beteiligt sind, geht damit ein wichtiger Kunde verloren. Der Spiegel-Auftrag mit einer wöchentlichen Auflage von rund einer Millionen gedruckten Exemplaren belaufe sich nach Schätzungen aus Branchenkreisen auf 20 bis 25 Millionen Euro pro Jahr, so das Handelsblatt.

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Prinovis druckt das Nachrichtenmagazin bereits seit 14 Jahren. Bis 2005 war das Joint Venture von Bertelsmann und Axel Springer alleinige Druckerei von Gruner + Jahr. Seit einigen Wochen wird der Spiegel bereits am Standort Ahrensburg bei Hamburg gedruckt und nicht mehr am Standort Itzehoe, den das Druckereiunternehmen im April aufgeben will. Seit 2001 wird der Spiegel ebenfalls von Prinovis in Dresden gedruckt. Laut Handelsblatt soll der Spiegel auch in Zukunft an zwei Standorten gedruckt werden.

 

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