Anzeige

Rundfunkbeitrag sinkt um 48 Cent auf 17,50 Euro; Jugendkanal auf Eis

Foto: dpa
Foto: dpa

Am Donnerstag debattierten die Ministerpräsidenten der Länder über die Höhe des Rundfunkbeitrages. Ergebnis: Der Beitrag sinkt. Aber nicht wie von der KEF vorgeschlagen um 73 Cent, sondern um 48 Cent auf 17,50 Euro. Nachbesserungsbedarf gebe es beim Konzept für einen Jugendkanal.

Anzeige
Anzeige

Die Senkung des Beitrags gilt ab 2015. Lutz Marmor, der ARD-Vorsitzende, begrüßte die Entscheidung. Sie lasse den Sendern Spielraum. Die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) hatte empfohlen, den Rundfunkbeitrag um 73 Cent zu senken. Dem sind die Ministerpräsidenten nicht gefolgt. Für die endgültige Umsetzung müssen noch die Rundfunkstaatsverträge geändert werden. Es ist die erste Senkung des Rundfunkbeitrags überhaupt.

Die beschlossene Senkung ist das Ergebnis der Umstellung der Rundfunkgebühr auf eine Haushaltsabgabe. Seit dem vergangenem Jahr muss jeder Haushalt in Deutschland die Abgabe von 17,98 Euro im Monat bezahlen. Unabhängig davon, ob und wie viele Empfangsgeräte, internetfähige Computer oder Tablets im Haushalt sind. Die Umstellung führt zu voraussichtlichen Mehreinnahmen. Die dürfen die Sender nicht behalten, wenn dies nicht explizit genehmigt wird.

Anzeige

Diskutiert wurde in den vergangenen Wochen und Monaten, ob die Mehreinnahmen beispielsweise zur Qualitätssteigerung der Programme oder zum schrittweisen Abbau von Werbung bei ARD und ZDF eingesetzt werden sollten.

Marmor sagte auch, die ARD werde weiter für den geplanten Jugendkanal von ARD und ZDF werben. Der Digitalsender soll u.a. ZDFkultur und Eins Festival ersetzen. Ein entsprechendes Konzept konnte offenbar bei den Medienpolitikern noch nicht überzeugen. Die Sender müssen hier noch Überzeugungsarbeit leisten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*