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Doch keine Klage gegen MDR: Das Fernsehballett tanzt weiter

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Tänzer des Deutschen Fernsehballett, Manager Peter Wolf (Foto: Deutsches Fernsehballett)

Na sowas! Ende vergangenen Jahres war das Ende des Deutschen Fernsehballetts quasi beschlossene Sache. Damals verkündete Peter Wolf, der die Truppe 2012 vom MDR gekauft hatte, das Aus nach 52 Jahren. Nun die Rettung: "Volle Auftragsbücher".

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Künstlermanager Peter Wolf weiß, wie man Strippen zieht. Als Manager u.a. von Carmen Nebel kennt er das TV-Geschäft in- und auswendig. Dass Wolf vom MDR das Fernsehballett übernahm, war mutig, aber vermutlich nicht größenwahnsinnig. Von Anfang an hatte er das Ballett, das in der DDR eine Institution war und in den Nach-Wende-Zeiten zu einem Anachronismus zu werden drohte, auf einen Überlebenskampf eingestellt.

Mit geschickten Aktionen – so nannte sich das Ballett zwischendurch mal DFB wie „Deutscher Fußball-Bund“ – hielt Wolf die Aufmerksamkeit am Leben. Schwerwiegend war indes sein Vorwurf an den MDR, der Sender habe Zusagen nicht eingehalten. Für 2012 und 2013 habe der Sender als Dank für die Übernahme ein Auftragsvolumen in Höhe von einer Million Euro garantiert, für 2014 dann aber gar keine Zusagen mehr gemacht. Der MDR bestritt die Darstellung. Wolf seinerseits kündigte das bevorstehende Ende der Truppe an – sowie eine Klage gegen den MDR.

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Das war dramatisch oder publikumswirksam inszeniert (oder beides). In jedem Fall geht es nun weiter, bis mindestens Ende 2015. Laut Manager Wolf wegen einer „Welle der Solidarität“. „Spannende Projekte“ könne es mit Hape Kerkeling, David Garrett und Carmen Nebel geben. Im ZDF und auf Tourneen verschiedener Künstler.

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