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Russia Today: US-Moderation kündigt vor laufenden Kameras

Liz Wahl kündigte während ihrer Live-Sendung bei Russia Today
Liz Wahl kündigte während ihrer Live-Sendung bei Russia Today

So langsam dürfte Putin sauer auf die Manager seines US-Nachrichtensenders Russia Today werden: Erst kritisierte Abby Martin vor laufenden Kameras das Vorgehen der russischen Regierung in der Krim-Krise und nun folgt sogar die erste Kündigung. Liz Wahl beendete ihr Arbeitsverhältnis mit der News-Station – live im TV.

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Erst bezog sich Wahl auf Martin, die am Vortag bereits Putin kritisierte, dann legte die Moderatorin nach: „Ich kann nicht für einen von der russischen Regierung finanzierten Sender arbeiten, der die Taten Putins beschönigt“, sagte Liz Wahl am Mittwoch. Sie sei „stolz, eine Amerikanerin zu sein und glaube daran, die Wahrheit zu verbreiten“. Daher werde sie ihren Job nach der Sendung aufgeben.

Der Sender selbst reagierte in einem ersten Statement mehr als sauer. Wahl hätte nichts weiter als eine „große Selbstvermarktungsshow“ abgezogen, indem sie „aus seiner persönlichen Entscheidung eine große öffentliche Show“ gemacht hätte.

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Die Kritik von Martin dagegen hätte eine andere Qualität. Ihr Sendung beruhe schließlich darauf, dass sie ihre eigene Meinung live im TV sage. Am Ende ihrer Sendung vom 3. März sagte Martin. „Nur weil ich hier bei RT arbeite, bedeutet das nicht, dass ich keine journalistische Unabhängigkeit hätte“. Höchst engagiert machte sie in wenigen Sekunden den Zuschauern klar, wie sehr sie gegen eine Intervention ist, die gegen Belange einer unabhängigen Nation ist. „Was Russland getan hat, ist falsch“.

Russia Today wird vom russischen Staat finanziert und sendet auf englisch, arabisch, spanisch und russisch. Ziel der TV-Station ist es, die russische Sichtweise auf das internationale Geschehen darzustellen. Der eigentliche Plan sah vor, dass so Vorurteile abgebaut werden sollen. Ob das jetzt noch klappt?

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