Guardian-Gesellschafter: Blatt-Zukunft auf 30 Jahre gesichert

„The Guardian“ freut sich über Umsätze im Digitalgeschäft
"The Guardian" freut sich über Umsätze im Digitalgeschäft

Publishing Das Onlinegeschäft des Guardian wächst. Die Briten konnten ihren Umsatz mit digitalen Geschäftsfeldern von 55 auf 70 Millionen Pfund steigern. Den defizitären Zeitungen hilft ebenfalls eine Finanzspritze. Die Zukunft der Titel sei für die nächsten 30 Jahre gesichert, sagen die Gesellschafter.

Werbeanzeige

Mit dem Erfolg im Digitalgeschäft kann der Verlag einen Teil der Verluste ausgleichen, die die Print-Ausgaben verzeichnen. Im Geschäftsjahr März 2011 bis März 2012 schrieb die Zeitungssparte insgesamt ein Minus von 30 Millionen Pfund. Während die Print-Verluste minimiert werden sollen, steigen die Digital-Erlöse. Bis Ende März 2014 soll der Jahresumsatz aus dem Onlinegeschäft des Guardian um satte 25 Prozent von 55 auf 70 Millionen Pfund steigen. Dies führe zu einem erwarteten Umsatzplus von 5 Prozent auf 196 Millionen Pfund. Das gab die Guardian News & Media, Herausgeber von „The Guardian“ und „The Observer“, auf ihrer Webseite bekannt.

Der britische Verlag setzt, anders als viele Verlage weltweit, weiterhin auf kostenlos zugängliche Qualitätsartikel im Netz. Die Enthüllungen von Edward Snowden wurden beispielsweise vom Guardian veröffentlicht. Die Print-Ausgabe der britischen Zeitungen verursacht derweil horrende Kosten – die offensichtlich langsam abschmelzen. Das digitale Umsatzwachstum allein reicht indes bisher nicht, um die Zukunft der Titel, die von einer Stiftung gehalten werden, zu sichern.

Dafür sorgt u.a. ein Verkauf der Mehrheit an dem Auto-Onlineportal AutoTrader an die Finanzinvestoren von Apax für 619 Millionen Pfund. Mindestens 30 Jahre sichere allein dieser Verkauf die Zukunft des Zeitungs-Portfolios. Auch eine Radio-Beteiligung wurde bereits veräußert. Zur Guardian-Gruppe gehört weiterhin u.a. die Dating-Site Guardian Soulmates. Dame Liz Forgan vom Scott Trust, zu dem die Verlagsgruppe gehört, sieht für Guardian und Observer eine „era of editorial innovation“ kommen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige