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App-Wirtschaft in Europa wächst, Durchbruch steht noch aus

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Die europäische App-Wirtschaft steht noch vor dem Durchbruch (Foto: dpa)

Die europäische App-Wirtschaft wächst - hat aber noch mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. Laut einer Studie von Gigaom Research sollen die mit und über Apps generierten Erlöse von 15,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 63 Milliarden Euro in 2018 steigen. Doch dazu müssten auch Apps, die keine Spiele sind, besser monetarisieren.

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Gigaom Research hat die Studie im Auftrag der EU Kommission erstellt. Das „EU app ecosystem“ entwickelt sich demnach, aber es bleiben Hürden. Von den 15,5 Milliarden Euro, die Apps in der EU erlösten, kamen 6 Milliarden von App-Verkäufen, In-App-Käufen und Werbung. Die Mehrheit des Umsatzes, 11,5 Milliarden, ging aber an unabhängige App-Entwickler. Die wiederum teilweise für Unternehmen Aufträge annehmen, die gar nicht im „App-Ökosystem“ per se beschäftigt sind, sondern die für Banken, Handelsunternehmen, etc. arbeiten.

Gigaom Research prognostiziert ein Wachstum der Jobs – von einer Million auf 2,8 Millionen in 2018. was allerdings fehle, sei eine Art EU-Marktplatz, auf dem Unternehmen unabhängige Entwickler effizienter suchen und finden können. Der App-Markt insgesamt stecke noch in seinen Kinderschuhen. Gleichzeitig stehe der wachsende Markt vor der Situation, dass die größten App-Plattformen von US-Unternehmen wie Google, Apple und Facebook stammen.

Bisher unklar sei, ob es Geschäftsmodelle außerhalb der Kategorie Spiele und Musikstreaming gebe. Der Werbemarkt sei zudem stark fragmentiert, dominiert wird er von den Werbenetzwerken von Google und Facebook. Die Haupteinnahmequellen von Unternehmen, die in der App-Economy tätig sind: Verkauf von Apps auf Plattformen (44%), Entwicklung von Apps für andere Unternehmen (42%), Werbung (31%), In-App-Verkäufe (30%). Vor allem der Trend zu In-App-Verkäufen werde es aber beispielsweise Anbietern schwer machen, die keine Spiele entwickeln.

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Hier liegt nach Ansicht der Studie auch eines der Risiken für die App-Wirtschaft: dass sich In-App-Käufe als Bezahlmodell durchsetzen und Bezahl-Apps unpopulär machen. Dies würde es Inhalteanbietern schwerer machen, ihre Apps zu monetarisieren. (Anmerkung: bzw. es fehlt ein funktionierendes Modell, wie etwa Medienunternehmen In-App-Verkäufe besser nutzen können). Es bestehe auch weiterhin die Möglichkeit, dass die App-Economy nur eine Blase ist, sie also nicht auf lange Sicht funktioniert. Im Fokus müsse – wenig überraschend – das Ziel stehen, die Zahlungsbereitschaft der Nutzer zu erhöhen.

Hier geht es zum kostenlosen Download der Studie.

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