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Bild veröffentlicht Diekmanns Mailboxnachricht von Wulff

Original und Film-Version: Bild-Boss Kai Diekmann (re.) im Look von 2012, Schauspieler Hans-Jochen Wagner
Original und Film-Version: Bild-Boss Kai Diekmann (re.) im Look von 2012, Schauspieler Hans-Jochen Wagner

Journalisten können doch keine Geheimnisse behalten. Bild-Boss Kai Diekmann tat sich schwer, den berühmten Mailbox-Anruf des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff im Wortlaut zu veröffentlichen. Von den Äußerungen "Krieg führen", "Rubikon überschritten", "endgültiger Bruch" war bislang die Rede. Pünktlich zum Wulff-Film "Der Rücktritt" verrät die Bild den Wortlaut der Nachricht.

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Google-News dürfte dieses Vorgehen lieben. Parallel zum Sat.1-Film „Der Rücktritt“ stellte die Bild die Story online. Besser lässt sich der Hype um den Film, der ohne die Recherchen der Bild-Reporter Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch erst gar nicht entstanden wäre, weil Wulff nie zurückgetreten wäre, nicht ausnutzen.

Die Berliner stellen die komplette Abschrift des berühmten Mailbox-Anrufes des damaligen Bundespräsidenten auf dem Handy des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann online und sprechen sie im Gesprächsprotokoll nach.

Demnach soll Wulff am 12. Dezember 2011 unter anderem gesagt haben: „Ich bin in vier Golfstaaten unterwegs und parallel plant einer Ihrer Journalisten seit Monaten eine unglaubliche Geschichte, die morgen veröffentlicht werden soll und die zum endgültigen Bruch mit dem Springer-Verlag führen würde“. Weiter zitiert die Bild: „Weil es einfach Methoden gab, mit Dingen im Nachbarschaftsumfeld, die über das Erlaubte hinausgehen und die Methoden auch öffentlich gemacht werden von mir.“

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Der längst legendäre Rubikon-Satz lautet: „Und jetzt werden andere Geschichten behauptet, die Unsinn sind. Und da ist jetzt bei meiner Frau und mir einfach der Rubikon in dem Verhalten überschritten.“

Bereits vor Tagen verriet Wulff-Darsteller Kai Wiesinger, der den Anruf bereits im Büro des Bild-Chefredakteurs hören durfte, dass er erstaunt gewesen wäre, wie ruhig die Stimme des Bundespräsidenten gewesen wäre.

Ins Rollen kam die Story nach ersten Berichten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie der Süddeutschen Zeitung über den Anruf. Damals ließ Diekmann nur ein paar auserwählte Journalisten einmal kurz die Voice-Message abhören. (ax/ms)

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