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Zalando-Börsengang: Reibach auch für Holtzbrinck und P7S1

Profitieren vom Zalando-IPO: P7S1-Chef Thomas Ebeling und Stefan von Holtzbrinck
Profitieren vom Zalando-IPO: P7S1-Chef Thomas Ebeling und Stefan von Holtzbrinck

Der Zahltag rückt näher. Die Samwers wollen ihre Berliner Mode-Beteiligung Zalando milliardenschwer veredeln. Das Unterfangen ist möglich – eine Bewertung von sechs Milliarden Euro, die dafür nötig wäre, erscheint im Vergleich zu ähnlichen umsatzstarken Internet-Unternehmen durchaus realistisch. Doch nicht nur die Berliner Seriengründer verdienen sich am größten deutschen Internet-Börsengang seit T-Online eine goldene Nase. Auch Holtzbrinck und ProSiebenSat.1 sind weitgehend unbemerkt investiert.

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Der Preis ist wieder einmal heiß. Wie groß wird der größte Börsengang eines deutschen Internet-Unternehmens am Ende ausfallen – und was wird er seinen Eignern bescheren? Legt man die jüngsten Bewertungen der E-Commerce-Rivalen aus den USA zugrunde, erscheinen die 4,9 Milliarden Dollar, auf die das Wall Street Journal Zalando Ende Januar taxierte, ziemlich moderat.

Konkurrent Zulily, ein Anbieter von Markenbekleidung für Frauen und Kinder, wird an der Börse bereits mit 5 Milliarden Dollar bewertet, obwohl er nicht mal halb so hohe Erlöse einfährt wie Zalando.

Für das gestrauchelte Schnäppchenportal Groupon, das sich gerade als Modemarken-Marktplatz neu erfindet, bewilligt die Wall Street bei ähnlich hohen Umsätzen immerhin eine Bewertung von 7 Milliarden Dollar  – ein Niveau, das für Zalando entsprechend erreichbar scheint. Einige Branchenexperten nennen gar die Marke von 6 Milliarden Euro (8 Milliarden Dollar).

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck mit 8 Prozent beteiligt

Für die Samwer-Brüder, die aktuell 17 Prozent am Modeversender besitzen, vor allem aber für  den schwedischen Großaktionär Kinnevik, der auf 37 Prozent der Anteile kommt, dürften beim IPO – im Rahmen ihrer Veräußerungsmöglichkeiten – die Kassen klingeln. 

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Doch nicht nur bei ihnen. Auch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ist über die Beteiligungsgesellschaft Holtzbrinck Ventures mit 8 Prozent am Berliner Internet-Unternehmen frühzeitig investiert und könnte den Wert ihres Engagement damit im Idealfall auf etwa eine halbe Milliarde Euro steigern.

ProSieben machte Zalando mit Medialeistung groß

Und auch ein MDax-Konzern wird sich bei geglücktem Börsengang der Berliner die Hände reiben. ProSieben beteiligte sich bereits 2010 in kreativer Form am seinerzeit gerade mal zwei Jahre alten Start-up: Es stellte Werbeplätze gegen Unternehmensanteile bereit und hatte damit einen maßgeblichen Anteil an der Verbreitung des Modeversandhauses.  

Wie hoch ProSiebensat.1 an Zalando beteiligt ist, ist aktuell nicht bekannt; die Münchner partizipieren aber anteilig an der Umsatzentwicklung und sollen über Aktienoptionen im Rahmen des IPOs verfügen. Alle frühen Käufer dürften dennoch zum Börsengang ein gemeinsames Problem haben: Der gleichzeitige Verkauf mindert die Rendite entsprechend.

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