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Undercover-Reportage: Daimler verklagt SWR

SWR-Reportage: „Hungerlohn am Fließband“
SWR-Reportage: "Hungerlohn am Fließband"

Der Automobilhersteller Daimler hat laut Stuttgarter Zeitung Klage gegen den Südwestdrundfunk (SWR) eingereicht. Das Stuttgarter Unternehmen wolle damit die weitere Verbreitung der im Mai 2013 erschienenen Undercover-Reportage "Hungerlohn am Fließband" verhindern.

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Für seinen Film hatte  der SWR-Reporter Jürgen Rose als Mitarbeiter im Werk Untertürkheim angeheuert und über die Arbeitsbedingungen am Fließband berichtet. Dabei legte Rose offen, dass die Arbeit von Daimler-Festangestellten und Werkvertragsmitarbeitern von Dienstleistern nicht zureichend abgegrenzt worden seien.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, gehe Daimler nun gerichtlich gegen den SWR vor, um die weitere Verbreitung der Reportage zu verhindern. Ansonsten solle der Sender 250.000 Euro Ordnungsgeld zahlen. Der Autobauer hatte sich bereits kurz nach der Erstausstrahlung im Mai vergangenen Jahres öffentlich über die Rechercheweise des Journalisten beschwert.

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Das Unternehmen habe zuerst eine außergerichtliche Einigung angestrebt. Diese wurde allerdings vom SWR abgelehnt. Daimler sieht sich im Recht, da Rose gegen das Film. und Fotografierverbot auf dem Gelände des Unternehmens verstoßen habe. Zudem suggeriere sein Beitrag „unrechtmäßiges Handeln“, obwohl in dem Film ein rechtmäßiger Einsatz von Fremdarbeitskräften gezeigt werde. Der Fall solle laut Zeitung am 8. Mai vor Gericht verhandelt werden.

 

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