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Mit Sun, FT und Wall Street Journal: Springers „Bezahlgipfel“

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Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen (hier bei einer Veranstaltung / Foto © Peter Müller BILD)

Es geht nicht mehr um das "ob", sondern nur noch um das "wie". Bei Axel Springer in Berlin konferieren seit Donnerstag internationale Verlage über erfolgreiche digitale Bezahlmodelle. "Paid Content ist ein Marathonlauf", sagt Donata Hopfen von Springer im Gespräch mit MEEDIA.

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Bild hatte Mitte vergangenen Jahres auf das digitale Bezahlmodell Bild Plus umgestellt. Im Dezember vermeldete Donata Hopfen, Chefin der Bild GmbH (ehemals Bild digital), über 150.000 abgeschlossene Abos. Die Zahl war geprüft und enthielt laut Springer weder Test- noch Gratisabos. Trotz aller gebotenen Vorsicht ließ sich vor zwei Monaten sagen – die vermeldete Zahl war nicht überwältigend, aber sehr respektabel.

Im Nachgang zu der ersten Offenlegung der Zahlen hatte Hopfen Kollegen internationaler Medien zu einer Konferenz eingeladen, die „International Paid Content Summit“ getauft wurde. Alle Eingeladenen seien der Einladung gefolgt. Teilnehmer der zweitägigen Konferenz sind Vertreter von: Aftonbladet (Schweden), Aftenposten (Norwegen), Bild (Deutschland), Corriere della Sera (Italien), Die Welt (Deutschland), Ekstra Bladet (Dänemark), El Mundo & Marca (Spanien), Financial Times (UK), Finnish Business Media Kauppalehti (Finnland), Hürriyet (Türkei), Le Monde (Frankreich), News Corp/ Wall Street Journal (USA), The Sun (Großbritannien).

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Was bringt eine solche Konferenz? Außer, dass sich alle einig sind, dass kein Weg an Bezahlinhalten vorbeiführt? „Es ist fast nebensächlich, welches Modell eine Zeitung eingeführt hat – es kommt darauf an, dieses Modell zu durchdenken und an die Marke anzupassen. Dann ist ein Erfolg sehr wahrscheinlich“, sagt Hopfen im Gespräch mit MEEDIA. Es gebe Beispiele für Zeitungen, die zunächst ein Freemium-Modell (wie Bild.de – Teile der Website sind frei, andere nicht, die Redaktion legt fest, welche Inhalte hinter der Paywall sind) ausprobierten und dann auf ein Metered-Modell (wie New York Times oder Welt Online – eine bestimmte Anzahl von Beiträgen ist frei, danach senkt sich die Schranke) umschwenkten.

„Man kann nicht einfach ein Modell aufsetzen und dann abwarten. Die Modelle ändern sich in der Regel über die Zeit. Paid Content ist ein Marathonlauf“, sagt Hopfen. Trotz unterschiedlicher Ansätze seien die Herausforderungen und Hypothesen sehr ähnlich. Ebenso die Erkenntnisse, die aus dem Verhalten der Nutzer gezogen würden. Ein Beispiel: alle Titel böten ihre Videos gratis an, weil sich Bewegtbilder mittlerweile sehr gut zu vergleichsweise hohen Preisen vermarkten lassen. Der Erlös über die hohe Reichweite ist höher als der potenzielle Erlös über neue Abonnenten.

Getagt wird noch bis Freitag nachmittag. Branchenpresse war bei der Konferenz nicht zugelassen.

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