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Neue olympische Dating-Disziplin: Tindern

Tinder: „It’s like real life, but better“
Tinder: "It’s like real life, but better"

Die App ist seit Längerem ein Dating-Geheimtipp: Warum groß drum herumreden, wenn es ein Klick tut. Nun haben offenbar auch Olympioniken Tinder entdeckt. Traditionell gilt die multikulturelle Sport-Großveranstaltung als idealer Kontakthof: Ist der Wettkampf erst zu Ende, geht bekanntlich einiges im Olympischen Dorf – erst recht mit Tinder.

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Snowboarder haben mehr Spaß. Alexey Sobolev überraschte die Konkurrenz zu Beginn der Olympischen Winterspiele gleich doppelt. Zunächst leistete sich der 22-jährige Russe den Luxus eines politisch eher unkorrekten Graffitis auf seinem Snowboard – nämlich einer Vermummten, die auffällig an Pussy Riot erinnerte. Dann glänzte Sobolev mit einem weiteren schelmischen Coup: Er schrieb seine Handynummer auf seinen Helm – und wurde mit Liebesbotschaften und Nacktbildern seiner neuen Verehrerinnen geflutet.

Man könnte Sobolev mit seinem Vorgehen durchaus altmodisch nennen, schließlich wurde der russischen Olympionike über sein – zunächst noch – funktionierendes iPhone angeschriebenen. Der direkte Kontakt zur weltbesten Sportskollegin war dabei nur einen einzigen Klick entfernt, wenn Sobolev denn vom App-Universum seines iPhones Gebrauch gemacht hätte.

Hype-App Tender („It’s like real life, but better) geht bei Olympia viral

Wie das funktioniert, plauderte die Goldmedaillen-Gewinnerin Jamie Anderson im Slopestyle-Snowboarding bereitwillig gegenüber der US-Klatschpostille US Weekly aus. „Tinder ist die nächste Ebene“, erklärte die 23-jährige Amerikanerin. „Hier im Olympischen Dorf sind nur Athleten, darunter auch einige Schönheiten. Es ist unglaublich“, fand Anderson, die dann aber doch einräumte, ihren Tinder-Account kurz vor dem Olympia-Start gelöscht zu haben, weil die Dating-App „zu sehr ablenkt“.

Das 2012 gelaunchte Tinder („It’s like real life, but better“) gilt als nächste Ebene des Datings: Browserbasierte Singlebörsen sind gestern – im Smartphone-Zeitalter zählt der unmittelbare Augenblick. Tinder zeigt Singles in der nächsten Umgebung an: Mit einem Klick signalisiert man Kontaktbereitschaft, bei gegenseitigem Gefallen wird der Kontakt hergestellt. 

„Kann er gar nicht erwarten, im Olympischen Dorf zu tindern“

Zu Kontaktanbahnungen dieser Art kommt es in diesen Tagen nun offenkundig auch im Olympischen Dorf, über das sich seit Jahrzehnten spektakuläre Mythen ranken – Schwimmstar Franziska von Almsick und der Handballer Stefan Kretzschmar lernten sich bekanntermaßen einst bei Olympia 2000 kennen. 

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Dass Tinder die olympische App der Stunde ist (und Snowboarder offenbar ihre bevorzugten Anwender), machte bereits vor Wettkampfstart die Neuseeländerin Rebecca Torr unmissverständlich klar. „Ich kann es gar nicht erwarten, im Olympischen Dorf zu tindern“, twitterte  die 23-Jährige

Noch zehn Tage Tinder-Chancen

Um dann noch unmissverständlich hinzuzufügen, wonach sie suche: Die jamaikanische Bobmannschaft! Gestern war es so weit, wie Torr bildreich auf dem 140-Zeichen-Dienst dokumentierte. „Ich habe sie gefunden“, twitterte Dorr mit Beweisfoto.

Ob sich mit den Olympioniken vom anderen Ende der Erde dann auch ein realer Flirt anbahnte, ist weiter unklar. Fest steht für Torr, die es nicht bis ins Slopestyle-Finale schaffte: Die Wettkämpfe mögen zu Ende sein – doch Olympia läuft noch volle zehn Tage. Da geht noch was in Sotschi.

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