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Amazon verlangsamt Wachstum – Aktie stürzt ab

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Der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt spürt doch noch die Gesetze der Schwerkraft. Amazon stürzte an der Wall Street nach Handelsschluss um mehr als fünf Prozent auf 385 Dollar ab. Der Grund: Die Geschäftszahlen des abgelaufenen Weihnachtsquartals blieben unter den Erwartungen zurück. Konzernchef Jeff Bezos erlaubte sich den Luxus, die Umsatzerwatzungen der Wall Street gleich um 500 Millionen Dollar zu unterbieten.

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Absturz nach Allzeithochs: Beflügelt von den starken Quartalszahlen Facebooks war die Amazon-Aktie im Handelsverlauf noch bei über 405 Dollar auf neue Höchstkurse gesprintet – dann folgte der Einbruch nach Vorlage des eigenen Zahlenwerks.

Umsätze in Höhe von 25,59 Milliarden Dollar konnte der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern im Dreimonatszeitraum Oktober bis Dezember ausweisen –  die Wall Street hatte allerdings mit 26,06 Milliarden gerechnet. Immerhin noch um 20 Prozent konnte der weltgrößte Einzelhändler damit seine Erlöse steigern.

Es beginnt: Amazon hebt Lieferservice Prime um 20 bis 60 Dollar an
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Die Gewinne legten ebenfalls zu – und zwar deutlicher: Von 97 Millionen Dollar auf 239 Millionen Dollar oder 51 Cent pro Aktie. Analysten hatten allerdings mit Gewinnen in Höhe von 66 Cents je Anteilsschein gerechnet.       
Die Anstrengungen, unterm Strich mehr Geld in den eigenen Kassen zu behalten, will Konzernchef Jeff Bezos nun offenbar verschärfen. So kündigt Bezos in der anschließenden Telefonkonferenz an, die Jahresgebühr für den Lieferservice Prime, mit dem Waren den Käufer kostenlos am nächsten Tag erreichen, um 20 bis 60 Dollar ziemlich substanziell zu erhöhen. Bisher kostet Prime 79 Dollar pro Jahr.

Was Kunden gar nicht schmeckten dürfte, gefiel unterdessen der Wall Street: Die Amazon-Aktie, die in der Spitze schon um 11 Prozent durchgesackt war, erholte sich Handelsschluss deutlich und reduzierte das Minus auf 5 Prozent.

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