Regenbogenpresse mahnt Topfvollgold.de ab

Über diesen Brief zu Weihnachten werden sich die Betreiber des Blogs Topfvollgold.de nicht gefreut haben. Weil sie eine Schlagzeile aus dem Regenbogenmagazin Viel Spaß versehentlich dem Alles Gute Verlag zugeschrieben hatten, sollen sie knapp 900 Euro zahlen. "Ein ziemlich hohes Lehrgeld", schreibt einer der beiden Macher, Moritz Tschermak, nun auf der Seite. Definitiv zu hoch für zwei Journalistikstudenten – sie baten ihre Leser um Hilfe - mit Erfolg.

Anzeige

Wie du mir, so ich dir: Das Watchblog Topfvollgold.de setzt sich regelmäßig kritisch mit den Übertreibungen und Verfehlungen der Regenbogenpresse auseinander. Nun müssen die beiden Macher selbst für einen Fehler einstehen. Als Teil der Reihe "Schlagzeilenbasteln" haben sie eine Schlagzeile fälschlicherweise dem Alles Gute Verlag angeheftet, die tatsächlich in der Zeitschrift Viel Spaß aus dem Burda Verlag erschienen war. "Ein Flüchtigkeitsfehler. Ein blöder Fehler", wie die Betreiber selbst in einem Beitrag zugeben. Die Abmahnung samt Unterlassungserklärung ließ nicht lange auf sich warten.
Obwohl der Fehler korrigiert wurde, schickte die Anwaltskanzlei gleich einen zweiten Brief hinterher. Diesmal ging es darum die entstandenen Kosten von 887,03 Euro zu erstatten. Eine ordentliche Summe – nicht nur für Studenten. Aus diesem Grund baten die Blogger kurzerhand ihre Leser um finanzielle Unterstützung. "Wenn jemand von Ihnen unterm Weihnachtsbaum zufällig einen Topf voll Gold findet und daraus 887 Euro übrig hat – wir wüssten damit was anzufangen", schrieb Tschemark am Samstag. Offensichtlich wurden genug Töpfe gefunden, denn einen Tag später hatten die beiden die geforderte Summe bereits zusammen.
Natürlich können sich die Macher an dieser Stelle einen kleinen Seitenhieb auf den Alles Gute Verlag nicht verkneifen: "Die Reaktion des Alles Gute Verlags würden wir nicht gerade als verhältnismäßig bezeichnen. Und zweitens erstaunt es uns, wie sehr der Alles Gute Verlag, dessen Hefte es mit der Wahrheit ja sonst nicht allzu genau nehmen, auf einmal darauf achtet, dass fehlerfrei berichtet wird." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige