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SOS Bosporus: Kai Diekmann in Seenot

Eine angebliche Abmahnwelle gegen Serienfans auf Facebook machte im Web die Runde - war aber zum Glück nur ein Witz. Reiner Calmunds gepfefferte “Motivations”-Rede beim Express war leider kein Witz. Die Bild-Zeitung hat sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und hört nun auf “der Bild”. Deren umtriebiger Chefredakteur Kai Diekmann erlebte auf dem Bosporus als Facebook-Reporter sein persönliches, vorweihnachtliches Abenteuer. Und Michelle Hunziker sprach die "berühmten zwei Worte".

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Bild-Chef Kai Diekmann weilt mal wieder in Istanbul. Diesmal verlief die Anreise besonders abenteuerlich, wie er auf Twitter und seiner Facebook-Seite dokumentierte. Diekmann war der einzige Passagier auf einer Fähre, die hatte einen Maschinenschaden. Als sich ein Rettungsboot näherte, begann die Maschine der Fähre wieder zu laufen. Die Fähre rammte daraufhin versehentlich das Rettungsboot. Das sank und die Retter retteten sich auf die Fähre, die nunmehr manövrierunfähig war. Diekmann und Co. wurden schließlich von einem Serviceboot eines Öltankers an Bord genommen. Die dramatischen Ereignisse hat der Bild-Chef in bester Leser-Reporter-Manier fotografiert und via Facebook und Twitter geteilt.
Anfang der Woche sorgte die Bild mit ihrem Show-Journalismus in Sachen Große Koalition für Aufsehen. Diesmal hieß es nicht “Wir sind Papst!” sondern “Wir sind jetzt Eure Apo!” Bisschen geschmacklos, wenn man im Hinterkopf hat, welches unschöne Verhältnis die Bild mit der echten Apo Ender der 60er Jahre hatte. Im Überschwang der Apo-Seligkeit kam es bei den Kollegen dann aber auch zu einer leichten Gender-Verwirrung: “Bild hatte mit seinen Vorhersagen recht” – “seinen” Vorhersagen? Der Bild ist halt wahnsinnig männlich.

Bei einer anderen Boulevardzeitung hielt man es für eine super Idee, den früheren Bayern-Leverkusen-Manager und die heutige Medien-Knalltüte Reiner “Calli” Calmund eingeladen, eine Motivationsrede zu halten. Gemeint ist der Kölner Express. “Calli” hat dort u.a. gesagt: Wer nur seinen Vertrag erfülle, dem gehöre eine "Briefmarke auf dem Hintern" und freigestellten Betriebsräten, die Tarifrechte einfordern "gehöre der Stecker gezogen". “Calli” halt. Dass derartiges Geschwätz nicht unbedingt bei jedem gut ankommt, zumal bei einem Verlag, dem ein zackiger Stellenabbau bevorsteht, hätte man sich denken können. Im “Motivieren” hat “der Calli” übrigens Übung. Es sei daran erinnert, dass er für RTL auch schon mal in dem Format “Big Boss” Motivationsreden schwang.

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Der Fall RedTube, in dem angebliche Porno-Gucker von einer Kanzlei aus Regensburg zu Tausenden abgemahnt wurden, schlägt hohe Wellen. Man kann bei der ganzen Abmahnerei schon mal den Überblick verlieren. So geisterte diese Woche die Meldung durchs Netz, eine Kanzlei namens Wallmann, Friederich & Lothar mache Jagd auf Leute, die bei Facebook etwas über ihre Lieblings-TV-Serien posten. Zitat: “Man werte die Postings rechtlich als Geständnis, eine urheberrechtlich geschützte Serie illegal gestreamt zu haben.” Das ganze war zum Glück nur eine Web-Satire – aber so nah an der irren Abmahn-Realität, dass man fast darauf reinfallen konnte.
Schließen wollen wir mit den Worten der wunderbaren Michelle Hunziker, die bei der jüngsten “Wetten dass..?”-Sendung die Ehre hatte, die berühmten “zwei Worte” zu sprechen: “Top, die Wette gilt!” (bei den immer schönen 1Live O-Ton-Charts Neuvorstellung 2).

Schönes Wochenende!

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