Brigitte Mom meldet über 1.000 Mütter-Blogs

Behutsam päppelt das Mutterhaus Gruner + Jahr seinen jüngsten Brigitte-Spross auf. Dabei entwickelt sich Brigitte Mom gerade prächtig. Nach den guten Verkäufen der beiden Hefte in diesem Jahr, darf der junge Print-Zögling 2014 bereits viermal raus. Die fast noch spannendere Erfolgsgeschichte gelang Brigitte Mom allerdings im Web. Man möchte fast meinen, dass endlich viele Web-Moms eine Online-Heimat gefunden hätten. So verzeichnet die Brigitte-Mom-Community mittlerweile über 1.000 Mütter-Blogs.

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Die Hamburger sind davon überzeugt, die größte Mütter-Blog-Sammlung im Netz bieten zu können. Tatsächlich gehören junge Mütter zu den aktivsten Gruppen im Netz. Der Grund für die hohe Netzaffinität der Mütter: "Weil sie hier optimale Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme haben: Wenn ich allein auf dem Sofa sitze und mich trotz einem ganzen Stall voll Kindern isoliert fühle, mir die Decke auf den Kopf fällt und ich denke, ich bin die einzige, die gleich wahnsinnig wird, dann tut es unendlich gut, zu wissen, dass es da draußen ganz vielen Müttern genauso geht", erklärt Redaktionsleiterin Angela Wittmann gegenüber MEEDIA.

Die hohe Verbundenheit der Leserinnen mit der Marke zeigt sich auch bei der Beteiligung. So sollen – bei einer verkauften Auflage von über 84.000 Exemplaren – rund 40.000 Mütter an dem Gewinnspiel teilgenommen haben. Im Kurz-Interview mit MEEDIA erklärt Wittmann den Erfolg des Blog-Angebotes.

Was ist das besondere an den Brigitte Mom-Blogs?
Es ist die größte Mütter-Blog-Sammlung im Netz. Bei uns finden sich alle wieder, in jeder Lebenssituation: Ob sie alleinerziehend sind oder sich alleinerziehend fühlen. Ob sie sich ganz sehnsüchtig ein Kind wünschen oder längst Mama von Zwillingen sind. Mamas, die jeden Tag zur Arbeit gehen oder die zu Hause so hart arbeiten wie nie – nur dass sie keiner dafür bezahlt. Stadtmamas, Landmamas, Bastel- und Deko-Queens und hoffnungslose Fälle, die einen Heidenrespekt vor der Heißklebepistole haben. Jede Fraktion ist vertreten. Und das mit einer Kreativität und vor allem einem Witz, mit dem der Familienwahnsinn einfach auch mal richtig Spaß macht. Eine unserer Bloggerinnen hat uns als Gratulation zum 1.000 Blog geschrieben: „Bravo! Großartig! Über 1.000 Blogs! Ihr seid also quasi das Wikipedia für die Mama Blogs! Yeaahhhh und weiter so! ".
Wir haben hier wirklich einen riesigen Wissensschatz von Müttern, die ihre Erfahrungen gerne teilen. Und obendrein bieten sie: Glänzende Unterhaltung. Auch ganz wichtig, denn das haben sich Mütter so was von verdient. Untersuchungen haben gezeigt: Kinder lachen 400 Mal am Tag, Mütter nur noch 15 Mal im Durchschnitt. Das ist unfair – und das wollen wir mit allen Mitteln ändern.

Warum sind gerade Mütter so Web-affin?
Weil sie technisch weit vorn sind. Weil sie sich alles, was sie brauchen, schnell im Netz beschaffen. Und damit meine ich nicht nur Windeln, Matschehosen oder Weihnachtsgeschenke, sondern auch Bestätigung und Aufmunterung.
Weil sie hier optimale Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme haben: Wenn ich allein auf dem Sofa sitze und mich trotz einem ganzen Stall voll Kindern isoliert fühle, mir die Decke auf den Kopf fällt und ich denke, ich bin die einzige, die gleich wahnsinnig wird, dann tut es unendlich gut, zu wissen, dass es da draußen ganz vielen Müttern genauso geht.
 
Welche Themen beschäftigen die Mütter am meisten?
An der Resonanz aufs aktuelle Heft haben wir festgestellt, dass wir den Müttern wirklich aus der Seele gesprochen haben. Unser Titelthema „Nackte Wahrheit. So sehen wir nach der Geburt wirklich aus“ zum Beispiel hat eine Flut von Kommentaren auf brigitte-mom.de nach sich gezogen. Das war für viele eine riesige Befreiung einfach mal zu sehen und zugeben zu dürfen, dass man nicht gleich wieder wie ein Supermodel aussieht, wenn man gerade ein Baby bekommen hat. Und die Selbstironie und der Galgenhumor, mit der die Frauen da blank gezogen haben, waren beeindruckender als jeder noch so perfekte Body.
Und ein weiteres Thema mit 250 Kommentaren und 4,7 Tausend Likes auf Facebook war das Geständnis einer Mutter, dass sie lieber zuhause bei ihren Kindern bleibt, als wieder in den Job einzusteigen und sich aufzureiben –  in dem Wahn alles schaffen zu müssen und zu können. Das ist immer ein riesiges Thema. Wobei die Kommentare und die Diskussion zeigen, dass es den tiefen Graben zwischen arbeitenden Müttern gegen Mütter, die daheim bleiben, gar nicht mehr gibt. Es zeigt sich vielmehr, egal wie sie es machen: alle Mütter haben ein schlechtes Gewissen. Alle. Und wenn man das zugibt, dann geht es einem schon gleich besser.

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