„Meilenstein in der Digitalisierung der Welt“

"Wir haben in erster Linie nicht einen TV-Sender übernommen, sondern einen Bewegtbildproduzenten", sagt Springer-Vorstand Mathias Döpfner über den Kauf von N24. Mit anderen Worten: Die Tatsache, dass N24 im linearen TV zu empfangen ist, rund ein Prozent Marktanteil vorweisen kann und dass dort Nachrichten und eine Menge Dokus zu sehen sind – spiele eine wichtige Rolle, aber eben nicht die einzige. Die digitalen Chancen sind ihm und seinem Vorstandskollegen Jan Bayer wichtiger.

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Wachstumschancen sieht Jan Bayer für N24 als Lieferanten für digitale Bewegtbilder. Und da er als Vorstand der Welt-Gruppe die Wachstumschancen der Zeitungsmarke bei Bewegtbildern und Live-Inhalten sieht, passten die beiden Medienmarken gut zusammen. Der Kauf sei sogar "ein Meilenstein in der Digitalisierung der Welt-Gruppe". Die Nutzerschaft beider Marken überschneide sich bisher nur um 10 Prozent – auch das wertet Bayer, der nun auch Geschäftsführer von N24 Media wird, als Vorteil.
Bis zum ersten Quartal 2014 soll die Zusammenarbeit im Detail geklärt sein. Die Welt/N24 Digitalredaktion wird neben der N24 Programmredaktion arbeiten, beide sollen eng verzahnt werden. Das ganze Potenzial dieses Duos müsse genutzt werden.
Der Kapitalmarkt habe den Kauf sehr positiv aufgenommen, bilanzierte Springer-Chef Döpfner. Dies sehe er auch als ein Signal, dass der Markt die Erlöspotenziale journalistischer Inhalte wieder besser bewerte. Döpfner erklärte, dass der organische Aufbau von Video-Inhalten im Unternehmen zu lange gedauert habe: "Wir brauchen den Zugang zu bewegten Bildern."   

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