Chayns: die eigene App im Handumdrehen

Mit Hilfe des Web-Tools Chayns von dem nordrhein-westfälischen Softwareanbieter Tobit kann Jedermann eigene Apps in die App-Stores bringen können - komplett kostenlos. Dabei fungiert Facebook als Redaktionssystem. Mit dem Service hat Tobit bereits einen veritablen Erfolg erzielt. Innerhalb von zehn Wochen reichte wurden schon über 12.000 Apps bei Google, Apple und Co. eingereicht. Ende vergangener Woche ist der Dienst auch in den Niederlanden gestartet. MEEDIA hat den App-Generator getestet.

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Eine eigene App, davon träumt wohl jeder, der im Medienbusiness arbeitet. Doch bislang erforderte das entweder gute Programmierkenntnisse oder den Einsatz von Geldmitteln. Ein weiteres Problem: die Folgekosten. Wenn ein Update für iOS oder Android auf den Markt kam, dann funktionierte die eigene Software oft nicht mehr. Tobit will das ändern. Der Anbieter von Systemsoftware aus Ahaus bei Münster hat Chayns entwickelt. Das Web-Tool ermöglicht das Einstellen und Steuern einer eigenen App für iOS, Android, Windows Phone und Blackberrys.

  Die Anmeldung funktioniert zügig und ist einsteigertauglich

Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Voraussetzung ist eine Facebook-Seite mit mindestens 100 Fans. Über ein Formular wählen Sie die entsprechende Seite aus, laden ein App-Icon in der passende Größe hoch, wählen einen Namen und ein Farbschema aus und machen Angaben zur eigenen Erreichbarkeit. Anschließend übernimmt Tobit und reicht die Anwendung bei Apple, Google und Co. ein. Während im Test die App zuerst im Google Play Store und bei Windows Phone live ging, dauerte der Prozess bei Apples App Store etwas länger.
Der Grund: Apple prüft vor der Zulassung zum App Store, ob die Anwendung evt. Rechte Dritter verletzen könnte. Besteht der Verdacht, ist es zu empfehlen, die korrekten Kontaktdaten anzugeben. So schaffte es etwa eine Anwendung eines FC-Schalke-04-Fanclubs zuerst nicht in den App Store, weil Apple die Rechte des Fußballclubs verletzt sah. Doch nach kurzer Rücksprache ließ sich der Sachverhalt klären, die App wurde zugelassen. Im Test war die Anwendung nach fünf Tagen bei Googles Play Store und dem Windows Marketplace live, die Anmeldung für iOS-Geräte dauerte nochmal fünf Tage länger. Anschließend ist die Software per Suchfunktion zu finden.

News per Push-Benachrichtigung
Inhalte kommen per Push-Benachrichtigung auf die Smartphones der Nutzer, insofern sie das Feature aktiviert haben. Dabei ist die Funktionweise recht einfach: Alles, was Sie auf Ihrer Facebook-Seite als Beitrag abschicken, landet als Push-Benachrichtigung auf den mobilen Endgeräten. Über ein eigenes Tab auf der Seite haben Sie Zugriff auf Nutzungsstatistiken und können nachträglich das Aussehen der Anwendung anpassen. Über eine Art App-Store ist es außerdem möglich, Features wie einen Onlineshop sowie einen Terminkalender nachzurüsten.
Der Service ist kostenlos für die breite Masse. Tobit setzt auf zahlende Kundschaft aus dem Unternehmenssegment, die für mehr Funktionen auch zahlen sollen. Aktuell setzen neben Friseursalons und Handwerksbetrieben sowie Hotels, Bars, Ärzten, Banken, Supermärkten, Sportvereinen und Fanclubs auch Fußball-Ligisten wie der FC Schalke 04 Chayns ein.
In der Praxis überzeugt der Service mit vielen Einstellmöglichkeiten, die Privatleute und kleinen Unternehmen sowie Gruppen den Einstieg in die App-Welt erleichtern. Wer mehr Features als die reine Nachrichtenübermittlung nutzen will, zahlt einen monatlichen Betrag an Tobit. User, die kein Facebook nutzen, können sich so via Smartphone auf dem Laufenden halten. Benachrichtungen sollen eigentlich mit wenigen Minuten bzw. Sekunden Verzögerung auf den Geräten landen. Im Test konnte es aber auch schon mal mehrere Stunden dauern. Hier muss der Anbieter noch nachbessern, damit Nutzer nicht plötzlich mitten in der Nacht von einer Push-Benachrichtigung geweckt werden.

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