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IVW: werkenntwen verliert nach Relaunch 23%

Das hatte man sich wohl etwas anders vorgestellt: Im ersten Monat nach dem vollzogenen Relaunch verlor das soziale Netzwerk werkenntwen noch deutlicher als in den vergangenen Monaten: 22,7% weniger Visits landetem auf dem Konto des Angebots. 17,8 Mio. Besuche verzeichnete man, vor zwei Jahren waren es noch 75,9 Mio., vor vier Jahren gar 167,07 Mio. Nach absoluten Zahlen ging es im November für Spiegel Online am deutlichsten nach unten, große Gewinner sind Bigpoint und Viewster.

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Die Nummer 1 des IVW-Rankings bleibt auch im November T-Online – mit diesmal 388,1 Mio. Visits, die die gezählten Websites, zu denen auch die Scout24-Gruppe gehört, erreichten. eBay rückte mit 348,2 Mio. zwar ein Stück näher, bleibt aber klar dahinter. Allerdings lässt das Auktionsportal derzeit noch keinen mobilen Traffic mitzählen – inklusive der Apps und der mobilen Website sähe das Rennen um die Tabellenspitze wohl deutlich spannender aus.

Hinter dem Spitzenduo folgen weiter Bild.de und Spiegel Online, die im November deutlich verloren. Eine gesonderte Analyse zum Nachrichtenmarkt finden Sie an dieser Stelle. Die größten prozentualen Verlierer des Monats stammen in der Top 25 des Angebots-Rankings aus der Wetter-Branche: wetter.com büßte 16,8% ein, RTL.de – vor allem wegen des mitgezählten wetter.de – 17,0%. Einen großen Sprung nach oben machten hingegen Bigpoint.com (+23,6%) und Computerbild.de (+9,2%). Bei Bigpoint muss weiterhin angemerkt werden, dass 83% der Visits aus dem Ausland stammen.

Der prozentual gesehen größte Aufsteiger der kompletten Top 50 gewann ebenfalls wegen des Auslands-Traffics: Vide-Portal erreichte im November fast 23 Mio. Visits – ein Plus von 11 Mio. Innerhalb von Deutschland sank die Zahl der Besuche allerdings von 11,9 Mio. auf 9,4 Mio., die Auslands-Visits stiegen von 68,274 auf 13,57 Mio. Um 24,2% verbesserte sich das Vermarktungs-Netz AdVice, zu dem neben dem Magazin Vice vor allem auch das Satire-Blog Der Postillon gehört. Bei den Page Impressions, für die die Angebotsbestandteile prozentual ausgewiesen werden, erreichte Der Postillon im November 25,6% der 32,85 Mio. Abrufe, also rund 8,4 Mio.

In die Top 50 gesprungen ist unterdessen das Pons Online-Wörterbuch, das vor allem mobil extrem wuchs. Die beiden größten Verlierer auf den Rängen 26 bis 50 sind WetterOnline (-15,5%), sowie das eingangs erwähnte Social Network werkenntwen, das nach seinem Relaunch Ende Oktober 22,7% der Visits verlor. Natürlich muss dieses Minus mit etwas Vorsicht betrachtet werden, da auch technische Gründe – Verpixelung, etc. – eine Rolle spielen können. Dennoch sind die 22,7% sicher kein allzu ermutigendes Zeichen für eines der letzten verbliebenen größeren Netzwerke aus Deutschland.

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Der Blick auf die reinen Online-Zahlen, die ohne den Mobile-Faktor also, zeigen, dass es zwischen T-Online und eBay deutlich enger zugeht. Im Dezember, wegen Weihnachten traditionell einer der stärksten eBay-Monate, könnte es hier einen Führungswechsel geben. Deutlich zulegen konnte hier wiederum Bigpoint, große Verlierer sind wie ingesamt RTL.de und wetter.com.

Die Tabelle der inzwischen 201 Anbieter, die auch ihre mobilen Zahlen von der IVW messen lassen, führt zwar weiter Bild.de an, doch dahinter gab es einen Plätzetausch: Das mobil extrem starke kicker online überholte dank eines 4,8%-Sprungs erneut Spiegel Online, das 10,1% einbüßte. Dahinter wird klar, das neben News und Fußball-Ergebnissen das Wetter und das TV-Programm Killer-Content auf Smartphones sind: TV Spielfilm und wetter.com belegen nämlich die Plätze 4 und 5. In die Top 20 eingezogen ist unterdessen stern.de.

Die IVW-Gewinner des Monats heißen wegen der Auslands-Visits also Bigpoint.com und Viewster – und das sowohl im Gesamt-, als auch im reinen Online-Ranking. Mobiler Aufsteiger ist das erwähnte kicker online, das Pons Online-Wörterbuch verbesserte sich um satte 161,5%, allerdings liegt hier die Vermutung nahe, dass im Oktober noch nicht die kompletten Mobil-Zahlen gemessen wurden.

Ein Triple negativer Art erreichte Spiegel Online: In allen drei Verlierer-Rankings führt das Nachrichtenmagazin die Liste an. Jeweils auf Platz 2 folgt wetter.com.

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