Apple: Carl Icahn lässt nicht locker

Die nächste Eskalationsstufe im epochalen Kampf um die Verwendung von Apples Barmitteln ist erreicht: Groß-Investor Carl Icahn reichte per Ende November einen Antrag auf einen Aktienrückkauf in Höhe von 50 Milliarden Dollar ein. Das ließ der Apple-Großaktionär in der Titelstory des neuen Time Magazine durchblicken. Icahn gab sich dennoch kooperationsbereit. Er stellte Tim Cook ein gutes Zeugnis aus – und lobte die Telefonate mit dem Apple-CEO ...

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Die nächste Eskalationsstufe im epochalen Kampf um die Verwendung von Apples Barmitteln ist erreicht: Groß-Investor Carl Icahn reichte per Ende November einen Antrag auf einen Aktienrückkauf in Höhe von 50 Milliarden Dollar ein. Das ließ der Apple-Großaktionär in der Titelstory des neuen Time Magazine durchblicken. Icahn gab sich dennoch kooperationsbereit. Er stellte Tim Cook ein gutes Zeugnis aus – und lobte die Telefonate mit dem Apple-CEO …
     
Das Time Magazine würdigt in seiner aktuellen Ausgabe Carl Icahn auf dem Titel als "Master of the Universe". Der 77-Jährige ist für TIME nicht weniger als "der wichtigste Investor Amerikas".

Entsprechend groß ist die Bedeutung von Icahns Investment. Sein derzeit größtes: Apple. Seit dem dritten Quartal ist Icahn in den wertvollsten Konzern der Welt investiert – und das zu niedrigen Einstiegskursen in den 400ern. Nach Tweets, einem Abendessen mit Tim Cook, zahlreichen Telefonaten und einem offenem Brief legt Icahn nun in Time nach. Er habe nichts gegen CEO Tim Cook  – "er macht einen guten Job im laufenden Geschäft" –, nur die Verwendung der Barmittel stimme nicht.       

Antrag auf 50 Milliarden Dollar-Rückkauf

"Apple ist keine Bank", erneuert Icahn die Gründe für seinen Feldzug für eine aggressivere Verwendung der Barmittel in Höhe von 150 Milliarden Dollar. "Sie haben einfach zu viel Geld auf der hohen Kante." Daher spielt der Corporate Raider nun die nächste Karte – und wendet sich direkt an Apple-Aktionäre.

Per Ende November hat Icahn einen Antrag auf den Weg gebracht, über den in der nächsten Aktionärsversammlung abgestimmt wird. Inhalt: Eine zusätzliche Verwendung von 50 Milliarden Dollar zu Aktienrückkäufen. Damit hat die Investorenlegende deutlich die Forderungen, die einst bei einem Rückkauf in Höhe von 150 Milliarden Dollar gelegen hatte, zurückgeschraubt.

Carl Icahn: "Tim Cook wirkte interessiert"

Allerdings: Selbst wenn sich die Mehrzahl der Apple-Aktionäre für das Vorhaben ausspricht, wäre es nicht bindend – Tim Cook könnte es weiter blockieren. Mehr als einen rhetorischen Erfolg könnte Icahn also nicht verbuchen.

Bemerkenswerterweise befinden sich Icahn und Cook trotz des Reizthemas Rückkauf offenbar in gutem Kontakt. Das letzte Mal hätten sie am 21. November telefoniert – um 5 Uhr morgens Westküstenzeit. "Wir haben über vieles gesprochen. Er hat viele Fragen gestellt", diktierte Icahn dem Time Magazine.

"Eine Menge Leute sagen, Steve Jobs hätte mit mir wahrscheinlich nicht gesprochen – vielleicht stimmt das. Ich glaube, Cook fand unsere Unterhaltung interessant. Er hat gesagt, Du hast eine Menge erreicht, also hören wir Dir zu." Vielleicht war das Abendessen also doch zu etwas gut und die Icahn-Apple-Saga nimmt noch ein glückliches Ende …

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