Spiegel meldet Umsatzminus von vier Prozent

2013 war kein einfaches Jahr für den Spiegel: Journalistisch entledigten sich die Hamburger erst ihrer Chefredaktion, dann gab es Ärger mit der Verpflichtung von Bild-Vize Nikolaus Blome. Auch wirtschaftlich lief nicht alles rund. Wie Horizont in seiner morgigen Ausgabe berichtet, wird der Spiegel das Jahr mit einem Umsatzminus von vier Prozent abschließen. Das Betriebsergebnis dagegen soll allerdings "annähernd stabil" geblieben sein.

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Offenbar rechnen die Hamburger für dieses Jahr mit einem Umsatz von 293 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 3,9 Prozent oder rund 12 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Bereits 2012 musste die Spiegel-Gruppe schon einen Verlust von 20 Millionen Euro verdauen.

Die Anzeigenerlöse des gedruckten Spiegels sollen um acht bis neun Prozent gefallen sein. Horizont spricht von einem „historischen Minimum“. So soll der Anteil der Print-Vermarktung mittlerweile weniger als ein Drittel aller Einnahmen ausmachen. Auch die Auflage geht zurück. Für das dritte Quartal meldete die IVW einen Gesamtverkauf von 896.298 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Verlust von 4.79 Prozent.

Wie sich die Bilanz im kommenden Jahr entwickelt, hängt neben den Anzeigen und den Vertriebserlösen wohl auch von der Frage ab, wie hoch die Kosten für die Umstellung der Erscheinungsweise von Montags auf Samstags sein werden, die ab 2015 vollzogen werden soll.

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