Apples unendliche China Mobile-Saga

Es ist nicht zu Ende, bis es zu Ende ist: Nach Jahren der Spekulationen und Monaten der Gerüchte wäre Apple nun angeblich dabei, sein iPhone endlich bei China Mobile zu vertreiben – die Vorbestellungen würden angeblich bereits entgegengenommen, berichtete gestern der viel respektierte CNN Money-Blog Apple 2.0. Ausgeliefert werden sollte schon in zwei Wochen. Dann die x-te Rolle rückwärts: Die zugrunde liegende Webseite sei ein Hoax, hieß es. Der Börse ist das egal – die Aktie springt auf neue Jahreshochs.

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Es ist nicht zu Ende, bis es zu Ende ist: Nach Jahren der Spekulationen und Monaten der Gerüchte wäre Apple nun angeblich dabei, sein iPhone endlich bei China Mobile zu vertreiben – die Vorbestellungen würden angeblich bereits entgegengenommen, berichtete gestern der viel respektierte CNN Money-Blog Apple 2.0. Ausgeliefert werden sollte schon in zwei Wochen. Dann die x-te Rolle rückwärts: Die zugrunde liegende Webseite sei ein Hoax, hieß es. Der Börse ist das egal – die Aktie springt auf neue Jahreshochs.

Es gibt einen Witz unter Apple-Anhängern. Er geht so: Worauf warten wir noch länger als auf den Apple-Fernseher? Antwort: auf einen Vertragsabschluss mit China Mobile. Verifizieren lässt sich der Ursprung nicht – aber das Warten auf einen Deal mit dem größten Mobilfunkanbieter der Welt ist längst so alt wie das Jahrzehnt.

Bislang wird das iPhone im bevölkerungsreichsten Land der Erde nur über die beiden kleineren Provider China Unicom und China Telecom angeboten – nicht aber über den Monopolisten China Mobile, der allein über unglaubliche 740 Millionen Abonnenten verfügt.

Gerüchte beflügeln Apple-Aktie: höchster Stand des Jahres

Die schier unendliche Warteschleife, die sich zumindest seit Beginn des Jahrzehnts zieht, schien endlich zu Ende zu gehen, so klar schienen die Indizien zuletzt. Am 16. Dezember würde Apple mit dem Verkauf via China Mobile beginnen, berichtet das Wall Street Journal Blog Digits vor knapp zwei Wochen.

Nun lieferte das CNN Money-Blog Apple 2.0 angeblich die Bestätigung. Philip Elmer DeWitt präsentierte der Fachwelt den Screenshot einer Tochtergesellschaft von China Mobile, auf der angeblich bereits Verkaufsorders entgegengenommen worden seien. Die Apple-Aktie zog daraufhin im gestrigen Handel um 15 Dollar auf 566 Dollar an – den höchsten Stand des Jahres.

China Mobile dementiert: "Es gibt noch keinen Deal mit Apple"

Das Problem dabei: Die Authentizität der Tochter-Webseite aus Suzhou konnte nicht bestätigt werden. "Es gibt noch keinen Deal mit Apple", wird ein China Mobile-Sprecher zitiert. Für Apple ist die Vertragsunterzeichnung nach einem Jahr im Rückwärtsgang kritisch.

Kommt der Deal zustande, dürfte er Apple einen Nettogewinn von etwa 5 Dollar je Aktie bescheren – und damit im Geschäftsjahr 2014 die Rückkehr in die Gewinnwachstumszone. Als Gradmesser für Apples Attraktivität im Asien galt zuletzt der extrem erfolgreiche Verkaufsstart beim Platzhirsch NTT Docomo in Japan, nach dem der iKonzern im Oktober auf einen Marktanteil von 76 Prozent kommt. In China bleibt ein ähnlicher Traumstart weiter Fiktion. Die unendliche Geschichte geht damit weiter …

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