Mathias Döpfner: „Alles wird ausgegründet“

Die Axel Springer AG erwägt offenbar die Einführung einer Holding-Struktur, um künftig flexibler zu sein. Newsroom.de zitiert den Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner mit den Worten: "Alles wird ausgegründet - richten Sie sich darauf ein - wir brauchen die selbständigen Einheiten." Diesen Satz soll Döpfner vor Führungskräften und Betriebsräten gesagt haben. Offiziell heißt es, es werde grundsätzlich über "verschiedene Formen der Ausgründung nachgedacht." Über das Wann und Wie sei noch nicht entschieden.

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Döpfner soll intern laut Newsroom.de außerdem gesagt haben: "Es wird keine Verkäufe mehr in Zukunft in Deutschland geben". Er habe bekräftig, dass Welt und Bild die "zentralen Marken" des Hauses seien. Springer hat bereits die Computer Bild aus der AG in die GmbH verschoben, in der das Digitalangebot erstellt wird. Bei der Bild-Gruppe erfolgen Neu-Einstellungen ebenfalls außerhalb der tarifgebundenen Axel Springer AG bei der Bild Digital GmbH.
Und im Zuge des Verkaufs der Regionalzeitungen sowie Programm- und Frauenzeitschriften an die Funke Gruppe sollen auch eine Reihe von neuen Gemeinschaftsunternehmen für Vertrieb und Vermarktung gebildet werden, die außerhalb der AG angesiedelt sind. Alles läuft also schon jetzt auf eine größere Flexibilisierung hinaus. Und ganz nebenbei entfernt sich Springer damit immer weiter von der Tarifbindung. EinTrend, der branchenweit zu beobachten ist.

Eine Holding-Struktur hätte für Springer außerdem steuerliche Vorteile. Laut Newsroom soll Döpfner im kleinen Kreis geäußert haben, es sei ein Fehler gewesen, nicht schon vor sieben Jahren eine Holding-Struktur einzuführen.

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