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Julian Reichelt wird neuer Bild.de-Chef

Generationen-Wechsel bei Bild.de: Manfred Hart, 60, seit 2007 Chefredakteur von Bild.de, wird vom 1. Februar 2014 an im Range eines Chefredakteurs digitale Entwicklungsprojekte bei Bild leiten. Neuer Chefredakteur von Bild.de wird zum gleichen Zeitpunkt Julian Reichelt, 33, derzeit Chefreporter bei Bild. Reichelt hatte sich in jüngster Zeit mit kritischen Kommentierungen zum NSA-Whistleblower Edward Snowden hervorgetan. Die Ablösung des verdienten Manfred Hart bei Bild.de ist keine große Überraschung.

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Bild.de ist die reichweitenstärkste News-Website in Deutschland und das wohl wichtigste journalistische Digital-Angebot des Hauses Axel Springer. Nichts gegen Welt Online – aber Bild.de ist einfach nochmal eine Nummer größer und mutmaßlich auch deutlich umsatzstärker. Spätestens nachdem der digital erleuchtetet Bild-Chef Kai Diekmann von seiner Wallfahrt ins Silicon Valley zurückkehrte war klar, dass sich an der Spitze von Bild.de über kurz oder lang etwas tun musste.

Manfred Hart hat Bild.de sicher geführt, aber er ist Boulevard-Journalist alter Schule. Mit dem Digitalen fremdelt er erkennbar. Auf seinem Twitter-Account geht es vergleichsweise ruhig zu und sein täglicher Bild.de-Newsletter “Heute wichtig” wirkt nicht immer so, als sei er mit allergrößtem Herzblut verfasst. Nun wird er mit allen Ehren auf einen operativ weniger heiklen Posten versetzt. Als Chefredakteur für digitale Entwicklungsprojekte bei Bild soll er Projekte in den Bereichen Community, Social Media, Social Publishing und Bewegtbild “weiterentwickeln”. Und er soll an der Axel Springer Akademie mit dem Schwerpunkt “Online Journalismus” unterrichten.

Der neue Chef bei Bild.de wird der alerte Bild-Chefreporter Julian Reichelt. Der 33-jährige fiel zuletzt durch kritische Kommentierungen in Richtung des Whistleblowers Edward Snowden auf und vertrat seine Ansichten auch tapfer in der “Beckmann”-Talkshow. Im Social Web kassierte Reichelt, der u.a. auch schon aus Afghanistan berichtete, dafür reichlich Hass und Häme, was er aber gut wegsteckte. So etwas gefällt wahrscheinlich Kai Diekmann, selbst einer der großen Polarisierer im Web.

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