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Freischreiber loben Cicero in den Himmel

Der Freischreiber-Verband hat zum dritten Mal seinen Himmel-und-Hölle-Preis vergeben. Die nach Meinung der Jury besten Arbeitsbedingungen für freie Journalisten bietet derzeit das politische Magazin Cicero. Am miesesten habe sich der Bonner General-Anzeiger verhalten.

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Den Himmel-Preis vergab die Jury an das Ringer-Magazin Cicero mit Sitz in Berlin. Die Begründung: "Das politische Debattenmagazin Cicero fällt auf durch eine Kultur der guten Zusammenarbeit, angemessene Honorare, zügige Bezahlung, die Übernahme von Spesen, eine Kooperation auf Augenhöhe mit den Freien – das sollte selbstverständlich sein und ist es so gar nicht."
Durchgefallen ist die Regionalzeitung Bonner General-Anzeiger. Zwei Mitarbeiter hatten gegen Zeilenhonorare von 21 bzw. 25 Cent geklagt und gewannen vor Gericht, doch der Verlag ging in Revision. Die Jury: "Ausgerechnet ein Haus, dessen Autoren regelmäßig mit renommierten Journalistenpreisen bedacht werden, weigert sich, langjährige Autoren angemessen zu bezahlen. Beim Bonner Generalanzeiger zeigt sich auf besonders krasse Weise die Problematik der regionalen Tagespresse. Diese Tageszeitungen sind ähnlich wichtig wie das tägliche „Graubrot“: Sie sind eine journalistische Grundversorgung, die unsere Gesellschaft braucht."
Der Jury des Freischreiber Verbands, der just seinen fünften Geburtstag feierte, gehören an: Gabriele Bärtels, Julia Friedrichs, Prof. Michael Haller, Prof. Volker Lilienthal, Stefan Niggemeier, Angelika Ohland, Tom Schimmeck und Wolfgang Storz.

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