Wirbel um “gekaufte” Miley-Fans beim Bambi

Die Veranstalter der Bambi-Verleihung wollten am Donnerstag offenbar auf Nummer Sicher gingen, dass bei der Schalte zum roten Teppich mit Klaas Heufer-Umlauf auch wirklich noch genug Miley-Cyrus-Fans zum Interview bereitstanden. Offenbar wurde dafür eine Komparsen-Agentur beauftragt. Der Konkurrenz war die Sache einen eigenen Artikel wert. Und sonst: Bulo hat ein neues Buch, Zombies sind die neuen Totenköpfe und es gibt ein wahres Print-Märchen aus der Provinz mit Happy End.

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Der Unplugged-Auftritt von Miley Cyrus war einer der Höhepunkte der Bambi-Verleihung am Donnerstag. Da die US-Sängerin derzeit ziemlich heißer Scheiß ist, warteten dementsprechend viele Fans am berühmten roten Teppich. Nun wollte es aber die Dramaturgie der Show, dass der Auftritt von Miley erst nach 21 Uhr vorgesehen war, inklusive Schalte aus dem Saal zu Klaas Heufer-Umlauf, der Fans am roten Teppich interviewen sollte. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde offenbar eine Komparsen-Agentur engagiert, die dafür sorgte, dass noch ein paar Fans in der Kälte ausharrten. 20 Euro Gage gab’s dafür. Nach der Show kursierten schnell entsprechende Fotos mit dem Job-Angebot im Internet. Dass solche Agenturen nicht nur leere Sitzplätze bei Shows gegen Kohle auffüllen, sondern auch mal für Fans am Teppich sorgen ist eine nette Randnotiz. Aus Sicht der Veranstalter ist es sogar nachvollziehbar, dass man nicht das Risiko eingehen wollte, dass sich die Miley-Bewunderer zu später Stunde schon aus dem Staub gemacht haben. In – das Starmagazin – ein Konkurrenzblatt zum Bambi-Hausorgan Bunte, war die Sache dann sogar eine eigene Story wert: “Gekaufte Fans für Miley Cyrus beim Bambi” Die Kleinigkeit so an die große Glocke zu hängen, ist kein sonderlich feiner Zug von den lieben Kollegen.

Clap”-Macher Peter “Bulo” Böhling hat ein neues Buch gemacht. “Die Kastrop, der Bildmann, Netzer und ich” sind gesammelte Medien-Karikaturen aus der bekannt spitzen Bulo-Feder. Festgehalten sind u.a. seine Begegnung mit HuffPost-Chairman Cherno Jobatey, es gibt eine einleuchtende Erklärung, wie die Löcher in Stefan Raabs Duschkopf kommen und wir erfahren das Lieblingslied von Burda-Vorstand Philipp Welte. Einige der Karikaturen kennen fleißige “Clap”-Leser bereits, viele sind völlig neu. Ein ideales Mitbringsel für Medienfuzzis, erschienen im jmb Verlag mit 50 Cartoons auf 104 Seiten für 9,95 Euro.

Hier eine Kostprobe mit dem Mann, der bei keinem Wochenrückblick fehlen darf:

Zuerst waren Totenköpfe die neuen Smileys. Als so eine Art ikonisches Jugend-Maskottchen auf Aufnähern und Buttons. Mittlerweile sind Zombies die neuen Totenköpfe. Befeuert u.a. durch den Erfolg der TV-Serie “The Walking Dead” schlurfen die früher nur als mediale Randerscheinung gefragten Hirn-Verputzer fleißig in den Mainstream rein. Das haben sie auch beim stern erkannt und in der Ausgabe 46 vergangene Woche ein lustiges Zombie-Wimmelbild aus dem Buch “Wo ist der Zombie?” (Cross Cult Verlag, 48 Seiten, 16,80 Euro) abgedruckt. Man muss eine zombiefizierte Familie im typischen Zombie-Supermarkt-Setting ausfindig machen. Angeblich ist das “für Kinder ungeeignet”. In diesem, unserem Haushalt sorgte das Zombie-Wimmelbild dafür, dass der Junior mal begeistert zum stern griff. Man könnte auch sagen: Die Untoten hauchen dem Totholzmedium neues Leben ein.

Wo laufen sie denn?

Und zum Schluss noch ein herzwärmendes, wahres Print-Märchen, das sich diese Woche mitten in der tiefen deutschen Provinz (hessischer Odenwald) zutrug und dessen Zeuge ich zufällig wurde. In einem gutbürgerlichen Lokal blätterte die brave Wirtin versonnen in der aktuellen Ausgabe der View und wurde von einem Gast auf die Zeitschrift angesprochen. Was das denn sei? Daraufhin schwärmte die Wirtin in den höchsten Tönen. “Tolle Bilder, nur ganz wenig Text, ich kaufe mir die jetzt immer …” Hach. Wäre ein Gruner+Jahr-Mensch anwesend gewesen, der wäre vermutlich von Glücksgefühlen übermannt in Ohnmacht gefallen.

Schönes Wochenende!

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