Arte 2014: 1. Weltkrieg und 24 Std. Jerusalem

Zufriedener kann man kaum in das kommende TV-Jahr gehen. In Hamburg stellte Arte seine Programmplanung für 2014 vor. Das Konzept des deutsch-französischen Senders für die nächsten Monate lässt sich einfach zusammenfassen: Alles läuft weiter so wie bisher. Bis auf einige minimale Änderungen fassen die Straßburger das Sender-Schema erst gar nicht an. Warum auch? Die Zuschauerzahlen steigen. Erste Höhepunkte für 2014: Neue Serien, ein Schwerpunkt zum ersten Weltkrieg und „24 Stunden Jerusalem“.

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Nicht ohne eine gehörige Portion Stolz präsentierte Programmdirektor Alain Le Diberder ein paar Leistungsdaten für die ersten zehn Monate des laufenden Jahres. So zeige sowohl im Web, wie auch beim klassischen TV „das Reichweitenbarometer eindeutig nach oben. In Deutschland und in Frankreich“. Die Reichweiten im Vergleich zum Vorjahr nahmen um 14 Prozent zu, der Marktanteil in Deutschland soll bislang bei knapp 0,9 Prozent liegen. In Frankreich dagegen bei1,9 Prozent. Für Deutschland ist dies das beste Reichweitenergebnis seit Gründung der TV-Station. Umgerechnet bedeutet dies, dass hierzulande acht Millionen Menschen mindestens einmal pro Woche Arte einschalten. In Frankreich sind es zwölf Millionen.

Besonders zufrieden zeigt sich Le Diberder von dem Umstand, dass die Zuwächse nicht auf eine Popularisierung des Programmes zurück gehen, sondern in einer Saison gelangen, die durch die Verdi- und Wagner-Geburtstage geprägt war.

Auch das kommende Jahr wird wieder im Zeichen mehrerer Überthemen stehen. Als da wären die Europa-Wahl und der 100. Jahrestag des Beginns des ersten Weltkrieges. Den Krieg begleitet der Sender das gesamte Jahr über. Wichtigstes TV-Highlight wird wohl das acht-teilige Doku-Drama „14 Tagebücher des ersten Weltkriegs“. Bei der Europa-Wahl ist es den Straßburgern besonders wichtig, vor allem einen optimistischen Blick auf den EU-Raum einzunehmen.

Weitere Programm-Höhepunkte, neben einer Vielzahl von Film-Produktionen und Erstausstrahlungen, sind das Mega-Projekt „24 Stunden Jerusalem“ oder der Dickens Zyklus im Februar.  

Neben den klassischen Programm-Inhalten sollen alle wichtigen Produktionen noch stärker und aktiver ins Web verlängert werden. Dabei weigert sich der Programmdirektor mittlerweile von „neuen Medien“ zusprechen. „Das Internet ist 30 Jahre alt. Das ist schon längst eine alte Technologie“. Seine Strategie ist es deshalb auch nicht mehr zwischen Fernsehen und Online zu unterscheiden, sondern einfach das beste Programm für alle drei Bildschirme (TV, PC, Smartphone/Tablet) anzubieten.

Trotzdem will Arte sein Online-Angebot auch 2014 noch weiter aus- und umbauen. So wird aus Arte live Web, dass bislang rund 500 Events ins Internet übertrug, Arte Konzert. Alle Info-Angebote wollen die Straßburger künftig unter Arte Info bündeln.

Die Zuschauerzahlen im Netz werden sich künftig dabei immer weiter den TV-Quoten anpassen. Wenn der Sender im kommenden Jahr sein Programm für 2015 vorstellt, ist es möglicherweise schon soweit, dass mehr Menschen Arte im Netz, als im klassischen TV sehen. Den Machern wäre das egal. Sie wollen einfach „nur ein gutes Programm machen“.

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