Telekom forciert innerdeutsches Internet

Offenbar treibt die Telekom den Ausbau eines deutschen Internets als Reaktion auf die NSA-Affäre voran. Wie der Spiegel berichtet, laufen Gespräche mit Netzbetreibern. Die Umsetzung ist angeblich einfacher als bislang gedacht.

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In den Gesprächen geht es auch um die Kosten für die Nutzung der Leitungen. Das Ziel: Der deutsche Internetverkehr soll künftig nur noch über deutsche Leitungen realisiert werden. Auf diese Weise müssten keine Datenpakete übers Ausland verschickt werden, von wo sie durch den britischen Geheimdienst GCHQ oder US-Behörden abgegriffen, gespeichert und gelesen werden können. 
Vor einigen Monaten etwa rief der Telekommunikationsriese die “E-Mail Made in Germany” aus. Die teilnehmenden Partner T-Online, GMX, Web.de und Freenet sichern dabei eine automatische SSL-Verschlüsselung auf allen Übertragungswegen zu. Außerdem werden Daten nur gemäß deutschem Datenschutz in sicheren Rechenzentren gespeichert und verarbeitet. Die Sache hat allerdings einen Haken: Wie bei De-Mail werden die Mails auf den Servern der Anbieter kurzzeitig entschlüsselt, um sie auf Viren zu überprüfen. Somit bleibt die elektronische Post nicht auf dem kompletten Weg vom Sender zum Empfänger verschlüsselt. Dadurch könnten Hacker über einen Angriff auf die Server an die Daten gelangen. Hinzu kommt, dass dieses Verfahren bei vielen Konkurrenten schon längst Standard ist.

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