Groupon kämpft weiter um jeden Cent

Das Comeback des schon fast totgesagten Schnäppchenanbieters geht in die nächste Runde. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal konnte der einstige Social Commerce-Überflieger die Analystenerwartungen nicht ganz erfüllen, setzte sein Wachstum aber fort. Die Erlöse legten um fünf Prozent zu, während das Konzernergebnis unterm Strich wieder leicht in den roten Bereich kippt. Konzernchef Eric Lefkofsky gab zudem einen durchwachsenen Ausblick aufs Weihnachtsquartal.

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Der Traum von der Trendwende lebt weiter: Nach einem der spektakulärsten Abstürze, die die Internetbranche in den vergangenen Jahren erlebt hat, ist Mitgründer Eric Lefkofsky dabei, Groupon wieder auf Kurs zu bringen.

Dass das Vorschussvertrauen, das Lefkofsky von der Wall Street in den vergangenen Monaten entgegengebracht wurde, durchaus gerechtfertigt scheint, bewiesen die nach Handelsschluss vorgelegten neuen Quartalszahlen. Das Online-Rabattportal konnte zwischen Juli und September eine Steigerung der Umsätze um 5 Prozent auf 595 Millionen Dollar vorweisen – vor allem das Nordamerika-Geschäft bleibt das Zugpferd.

Umsatzerwartungen verfehlt

Allerdings hatten Analysten von Lefkofsky einen schnelleren Turnaround erwartet: Die Erlösschätzungen der Wall Street hatten noch bei 615 Millionen Dollar gelegen. Unterm Strich kämpft Groupon verbissen um jeden Cent: Während das Ebitda auf mit 13,8 Millionen Dollar zurückging, mussten unterm Strich sogar wieder Verluste in Höhe von 2,6 Millionen Dollar in Kauf genommen worden.

Auch im Weihnachtsquartal bleibt nach einem Ausblick von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,00 bis 0,02 Cent je Anteilsschein kaum etwas hängen.  Die erwarteten Umsätze liegen mit einer Spanne von 680 bis 740 Millionen Dollar indes halbwegs im Rahmen der Analystenerwartungen von 723 Millionen Dollar.

Die Groupon-Aktie, die im nachbörslichen Handel eine wilde Achterbahnfahrt hingelegt hatte, pendelte sich schließlich bei praktisch unverändert bei 9,50 Dollar ein. Seit Jahresbeginn hat das Schnäppchenportal seinen Börsenwert nahezu verdoppelt.

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