Buhrow: Phoenix soll internationaler werden

WDR-Intendant Tom Buhrow hat angekündigt, dass das europapolitische Angebot des öffentlich-rechtlichen Ereignis- und Dokukanals Phoenix erweitert werden soll. "Phoenix wird seine internationalen Übertragungen und Diskussionsrunden ausbauen", sagte Buhrow anlässlich des 60. Geburtstages des "Internationalen Frühschoppens".

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Schwerpunkt soll eine europäische Perspektive auf die internationale Politik sein. Sendungen wie der "Internationale Frühschoppen" gehörten dabei zu den Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Solche Formate hätten Deutschland verändert und würden noch lange gebraucht werden, so Buhrow. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), nannte den "Internationalen Frühschoppen" ein "Paradebeispiel für gutes Fernsehen und intelligenten Journalismus". Die Sendung habe nicht nur ihn motiviert Europapolitiker zu werden, sondern "eine ganze Generation politisiert".

Der "Internationale Frühschoppen" mit Werner Höfer wurde 1987 eingestellt, nachdem der Spiegel enthüllt hatte, dass Höfer während der Nazizeit in einem Artikel die Hinrichtung eines Musikers gerechtfertigt hatte. Höfer erklärte, die Passage sei ihm hineinredigiert worden, trotzdem wurde die Sendung umgehend abgesetzt. Aus "Kostengründen", wie es offiziell hieß. Nachfolgesendung war der ähnliche "Presseclub", der sich allerdings eher deutschen Themen widmete. Das Format "Der Internationale Frühschoppen" wurde dann 2002 bei Phoenix wieder aufgenommen.
Die Jubiläumssendung läuft am 17. November um 13 Uhr bei Phoenix.

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