Q3-Bilanz: LinkedIn verliert wieder Geld

Der Hattrick der Internet-Stars fällt aus: Nach den rasanten Kurszuwächsen von Google und Amazon als Reaktion auf ihre Quartalszahlen musste ein anderer Dotcom-Überflieger bei Bilanzvorlage Federn lassen. Anteilsscheine von LinkedIn verloren nach Handelsschluss rund vier Prozent an Wert. Der Grund: Das Online-Business-Netzwerk konnte trotz anhaltend starken Umsatz- und Mitgliederwachstums unterm Strich keinen Gewinn vermelden. LinkedIn-Aktien haben sich 2013 allerdings auch bereits mehr als verdoppelt.

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Der Hattrick der Internet-Stars fällt aus: Nach den rasanten Kurszuwächsen von Google und Amazon als Reaktion auf ihre Quartalszahlen musste ein anderer Dotcom-Überflieger bei Bilanzvorlage Federn lassen. Anteilsscheine von LinkedIn verloren nach Handelsschluss rund vier Prozent an Wert. Der Grund: Das Online-Business-Netzwerk konnte trotz anhaltend starken Umsatz- und Mitgliederwachstums unterm Strich keinen Gewinn vermelden. LinkedIn-Aktien haben sich 2013 allerdings auch bereits mehr als verdoppelt.    

Der Vornamens-Vorschuss half nicht: Jeff Weiner ist noch kein Jeff Bezos. Anders als dem Amazon-Chef nimmt die Wall Street dem jüngeren Namensvetter von LinkedIn den aggressiven Wachstumskurs am Rande der Profitabilität nämlich noch nicht ab.

Nach Handelsschluss wies das Online-Business-Netzwerk überraschend eine Rückkehr in die Verlustzone aus. Nach einem Mini-Gewinn vom 2,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum verbuchte der Social Media-Überflieger nunmehr einen Nettoverlust von 3,4 Millionen Dollar.

Operativ mehr verdient als erwartet – netto aber Verluste

Auf Proforma-Basis sah die Bilanz indes schon wieder anders aus. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) hätte der inzwischen bereits achtwertvollste Internetkonzern der Welt zwischen Juli und September immerhin schon 46,8 Millionen Dollar oder 39 Cent je Aktie verdient. Analysten hatten lediglich mit 32 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Auch die Umsätze lagen über den Wall Street-Erwartungen: Statt der erwarteten 385 Millionen Dollar erlöste das Karriere-Portal zwischen Juli und September tatsächlich 392 Millionen Dollar – ein ansehnliches Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Ausblick enttäuscht die Wall Street

Ebenfalls das Nutzerwachstum ist weiter explosiv: Bereits 259 Millionen Mitglieder konnte LinkedIn per Ende September zählen – 38 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.  Allerdings gab sich Konzernchef Weiner für das laufende Weihnachtsquartal zurückhaltender als von der Wall Street erhofft.

Der Unsatzausblick verfehlte mit prognostizierten 415 bis 420 Millionen Dollar deutlich die Analystenschätzungen, die noch bei 438 Millionen Dollar gelegen hatten. Die Folge: Die heiß gelaufene LinkedIn-Aktie bekam nach Handelsschluss mit einem Minus von 4 Prozent eine Abkühlung.

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