Anzeige

Beckerklatsche: die Mütze, die jedem steht

Was für eine illustre Runde wir für diesen Wochenrückblick beisammen haben: Springer-Chef Mathias Döpfner hilft Henryk M. Broder beim Tunen seines Autos. Der ehemalige GQ-Chefredakteur Reinhard Haas kocht Bio-Spinat-Knödel auf einer Berghütte. Gruner + Jahr Chefin Julia Jäkel findet, dass Inhalte nicht königlich sind. Und Kai Diekmann setzt sich die wahrscheinlich lustigste Mütze der Welt auf den Kopf - die Beckerklatsche! Die extravagante Kopfbedeckung wurde von uns sogar mit einem eigenen Tumblr geadelt.

Anzeige

Fangen wir mit dem wahrscheinlich umtriebigsten Chefredakteur in diesem, unserem Lande an: Kai Diekmann. Der leidenschaftliche Vollbart-Träger und hauptberufliche Medien-Revoluzzer konnte offenbar dank exzellenter Kontakte der Bild-Redaktion zu RTL der Fliegenklatschen-Mütze habhaft werden, die Boris Becker in der Show “Becker gegen Pocher – der Showdown” heute Abend tragen wird. Die ebenso verstörenden wie lustigen Bilder des früheren Tennisspielers Becker mit der Mütze waren bereits im Vorfeld in der Bild zu sehen gewesen. Und nun setzte sich Diekmann das Teil während der Bild-Redaktionskonferenz auf. Die Folge war eine wahre Twitter-Orgie von Bild-Mitarbeitern, die alle ihren Chef mit dem doofen Ding zeigen wollten. Auch in der Welt der neuen Medien gilt die alte Theater-Regel: Setz’ Dir einen blöde Kopfbedeckung auf und die Lacher sind garantiert. Das klügste was RTL in dieser Lage tun könnte, wäre die Mütze im RTL Shop zum Verkauf anzubieten. Ich würde sofort zugreifen. Die Beckerklatsche ist sogar so irrsinnig populär, die hat sogar schon einen eigenes Tumblr-Blog. Wenn Sie sehen wollen, wie das Teil Konstantin Neven DuMont, Jörg Quoos, Mathias Döpfner und einem stadtbekannten Katzenmützenfan steht, klicken Sie bitte hier. (Transparenz-Offensive: Das mit dem Tumblr waren wir …)

Broder Ride macht Zicken. Doc Döpfner ruft die "Tuning-Profis"

Ganz schön crazy diese Springer-Typen. Nicht nur der Bild-Chef, auch der Vorstandschef. Vom Vox-Automagazin “Automobil” läuft übermorgen, am Sonntag, 27. Oktober, um 17 Uhr eine Folge, in der Springer-CEO Mathias Döpfner und Welt-Autor Henryk M. Broder mitspielen. Broder will seinen ollen Saab 96 aufgemotzt bekommen. Auftritt Dr. Döpfner, der für seinen schärfsten Schreiber die “Tuning-Profis” vom Automagazin ruft. Eine Art “Pimp my Ride” für Intellektuelle.

Gruner-CEO Julia Jäkel gab beim VDZ-Summit Rätsel auf mit ihrem Ausspruch, “Content is King” sei “dummes Gerede”. Stattdessen gehe es um “Qualität und Relevanz”. Seit wann sind Inhalte (= Content) und die Buzz-Begriffe “Qualität” und “Relevanz” Gegensätze? Und wer hat denn gerade ein “Haus der Inhalte” (=Content) ausgerufen und gesagt, man müsse künftig „radikal“ in Inhalten (=Content) denken? War das etwa alles nur “dummes Gerede”? Naja. Vielleicht meinte sie, dass “Content is king” ein blöder Spruch ist. Bisschen missverständlich klingt so ein Satz wie der mit dem "Gerede" aber schon.

O’zapft

Die Karriere von Ex-GQ-Chefredakteur Reinhard Haas ist eine, vor dem nun wirklich den imaginären Hut, bzw. die Fliegenklatschenmütze ziehen möchte. Ingeborg Trampe stellt das zweite Leben des früheren Medien-Highflyers in den Bergen in ihrer Porträt-Reihe beiHorizont.net vor. Haas hat die Glitzerwelt von Bayerisch-Monaco gegen eine Berghütte eingetauscht, die er nun als Geschäftsführer bewirtet. Mit Bio-Spinatknödeln, Sauna, Schliersee-Blick und “Arschlochquote Null”. Haas steht auch selbst in der Küche und am Zapfhahn. Im November macht das Almbad Huberspitz Betriebsferien und Haas Kontrast-Urlaub in Los Angeles. Beneidenswert!

Schönes Wochenende!

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige