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Huffington verdiente 21 Mio. an Verkauf

Interessante Enthüllung: Nach Jahren der Spekulation wurde am Rande eines laufenden Gerichtsverfahrens nun die Summe bekannt, die Arianna Huffington tatsächlich selbst für den Verkauf der Huffington Post an AOL erhalten hat. Vom seinerzeit als üppig betrachteten Kaufpreis von 315 Millionen Dollar gingen "nur" 21 Millionen an die griechischstämmige Gründerin. Gleichzeitig wurde einiges über die Vorgaben zur Geschäftentwicklung bekannt: Demnach würde 2013 ein hochprofitables Jahr für die HuffPost.

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Hatte der Verkauf ihres Blog-Babys Arianna Huffington in die Riege der dreistelligen Dollar-Dotcom-Millionäre befördert? Diese Frage stellten sich nicht wenige Internet-Experten nach dem Verkauf an den Online-Dino AOL für über 315 Millionen Dollar im Februar 2011.

Zweieinhalb Jahre später kommen am Rande des Gerichtsverfahrens von zwei Beratern, die sich geprellt fühlen und daher gegen Huffington prozessieren, die Fakten zu Tage. Das Blog TheSmokungGun enthüllt dabei ein internes Memo von AOL-CEO Tim Armstrong an den Aufsichtsrat.

Huffington hielt bei AOL-Verkauf nur noch 6,6 Prozent der Anteile

Daraus geht hervor, dass die inzwischen 63-jährige Internet-Unternehmerin eine Vergütung von lediglich 21 Millionen Dollar erhalten habe – 3,4 Millionen davon in Aktienoptionen. Das entspricht einem Anteil von gerade 6,6 Prozent des Kaufpreises. Zum Vergleich: Mark Zuckerberg hält knapp 30 Prozent an Facebook, Jeff Bezos knapp 20 Prozent an Amazon.

Nicht minder interessant: Auch die Vorgaben für die projizierte Geschäftsentwicklung wurden im Zuge des Prozesses publik. So sollen die Erlöse von 60 Millionen Dollar in 2011 auf 165 Millionen Dollar in diesem Jahr steigen.

Wie in der Internetbranche schon länger spekuliert wird, soll die Internet-Zeitung seit 2010 profitabel arbeiten. Laut dem AOL-Memo sollen der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf stattliche 58 Millionen Dollar schnellen.

Profitabel seit Jahren

Vor diesem Hintergrund wird auch das Selbstbewusstsein erklärbar, das aus München angesichts des Starts der deutschen Ausgabe der Huffington Post vor einer Woche zu hören war. Geschäftsführer Oliver Eckert hatte bereits im Vorfeld viel Optimismus verbreitet: "Die ‚Huffington Post‘ ist außerordentlich erfolgreich – publizistisch und betriebswirtschaftlich", erklärte der Geschäftsführer der Tomorrow Focus AG. "Bereits nach zwei Jahren werden wir profitabel arbeiten", so die Prophezeiung.  

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich indes eine andere Frage: Wieso hat Arianna Huffington in der Gründungsphase und danach so viele Firmenanteile ihres Blog-Babys abgetreten? Die Rendite wäre heute ungleich höher.

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