Neun Karrieretipps für Frauen

Erst heute feierte ProQuote die Verpflichtung von Susanne Amann als stellvertretende Ressortleiterin Wirtschaft beim Spiegel als Erfolg. Damit steigt die Quote der Frauen in Führungspositionen im deutschen Print-Geschäft von zwei auf drei Prozent. Da ist noch viel Luft nach oben! Auf The Shriver Report gibt die erfahrene TV-Producerin Allison Girvin, derzeit für HuffPost Live verantwortlich, gute Tipps für Frauen, die eine eigene Karriere anstreben und zwischenzeitlich eventuell an sich oder ihrem beruflichen Umfeld verzweifeln.

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Dabei hält die erfahrene Fernsehfrau gleich zu Beginn fest: Nur durch Fehler lernt man. So hätte sie ursprünglich mit dem Ziel studiert, als Reporterin fürs Fernsehen zu arbeiten. Doch im Laufe des Studiums erkannte sie: Sie hasst das Reporter-Dasein. Erst eine Professorin drängte sie dazu, sich stattdessen doch an der Produktion von News auszuprobieren. Nach anfänglichem Zögern war sie anschließend Feuer und Flamme für ihren neuen Job. Auch wenn dieser nach dem Studium anfangs nur rund 25.000 Dollar im Jahr abwarf. Girvins Rat: Dranbleiben! “Selbst der Mississippi startete als kleiner Bach. Bleibt einfach dran. Das Geld wird schon kommen”, schreibt sie auf The Shriver Report.
Vor allem zu Beginn solle man die Leidenschaft für seinen Beruf voranstellen, um nicht den Mut angesichts widriger Umstände zu verlieren. Genauso wichtig sei es zudem, flexibel mit der eigenen Karriereplanung umzugehen. In ihrem Fall hatte sich herausgestellt, dass trotz langer Planung nichts aus einer Zukunft als Reporterin wird. Zum Glück: Denn seitdem hat die TV-Expertin eine steile Karriere hingelegt, wurde für ihre Arbeit bei HuffPost Live mit einem Webby-Award ausgezeichnet. Und das nicht nur mit Glück. Das gehöre für sie zwar auch zum Business, aber machen nur einen geringen Teil aus. Die meisten ihrer Jobs hätte sie bekommen, weil sie zeitnah zusagen konnte, während andere noch überlegt hätten, ob sie die Gelegenheit nutzen sollen.
Frauen müssen härter kämpfen
Außerdem, so Girvin, müssten Frauen umso härter für ihren Erfolg arbeiten. Denn oft genug würden sie im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen im beruflichen Miteinander benachteiligt. So wäre sie etwa während Konferenzen ungeachtet ihrer Stellung gefragt worden, ob sie denn auch die Notizen machen würden – weil sie die einzige Frau im Raum war. Männliche Vorgesetzte hätten vergessen, sie zu internen Events einzuladen. Allzu oft wäre sie gefragt worden, ob sie denn die Sekretärin sei. “Das passiert noch nicht einmal bewusst”, so Girvin. “Aber es ist die Realität." Deswegen müssten Frauen umso härter arbeiten.
Ein weiterer Ratschlag schließt direkt daran an: Seien Sie eine Nervensäge! Denn schließlich würde man nur das bekommen, wonach man auch fragt. Und legen Sie im Anschluss nicht zu viel Wert auf die Meinung einzelner Personen. So hätte eine Recruiterin ihr im Job mitgeteilt, dass sie zu harsch im Umgang mit ihren Kollegen sei. Nachdem die Nachricht sie schwer getroffen hatte, erfuhr sie erst Monate später, dass die meisten Kollegen die Zusammenarbeit mit ihr als angenehm beschrieben. Kurzum: Lassen Sie sich nicht von der Meinung einzelner Personen runterziehen!
Seien Sie (nicht nur) taff
Dennoch gilt: Seien Sie taff! Aber vor allem: Seien Sie nicht nur taff! Gerade im TV-Business bräuchte man Durchsetzungsvermögen. Aber trotzdem müsse man diese Qualität mit anderen verbinden. Seien Sie also taff und freundlich, fair und mitfühlend! Das bedeutet laut Girvin auch: Wenn Sie es an die Spitze geschafft haben, bleiben Sie auch freundlich! Immerhin brauchen Sie ein gutes Team, um gute Resultate zu erzeugen. Ihre Mitarbeiter werden aber nur gut arbeiten, wenn Sie sich ihnen gegenüber fair verhalten.
Girvin resümiert: Seien Sie (als Frau) besser! Frauen hätten eine Verpflichtung für alle Frauen, die ihnen in den Beruf folgen würden. Es reiche nicht aus, es nur an die Spitze zu schaffen. Vielmehr müsse man andere Frauen ebenfalls dabei helfen, Karriere zu machen. Nur so sei der Umstand zu beheben, dass momemtan am Konferenztisch noch viel mehr Männer als Frauen Platz nehmen. Die Unternehmenskultur, so Girvin, können Frauen aber nur von der Spitze her umkrempeln.

(via)

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